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Diese Mutter hat genug von dem Druck um ihre Figur - und reagiert absolut schlagfertig

von Maike Schwinum Veröffentlicht am 26. November 2015
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"Wir sollten uns darum sorgen ob es den Menschen gut geht, nicht darum wie sie aussehen."

Nach der Schwangerschaft ist es für Mütter oft nicht leicht, ihren neuen Körper zu akzeptieren. Denn er hat sich ganz schön verändert: Die Haut hat sich 9 Monate lang gedehnt, es gibt Fettpölsterchen, die zuvor noch nicht da waren, und die Brüste haben sich dank Milcheinschuss gefühlt verdoppelt. Doch das Glück des eigenen Babys, das endlich da ist, und das Staunen darüber, was der eigene Körper geleistet hat, überwiegen meist alle Unsicherheiten. Bis dann ungefragt ein blöder Kommentar kommt...

So erging es zumindest der Australierin Mel Rymill. Sie hatte nach langer Sport-Pause einen Termin mit einer Personal Trainerin gemacht, um wieder fit zu werden. Doch die unterstellte ihr direkt beim ersten Treffen etwas, dass Mel so gar nicht passte. Also schrieb sie einen wutentbrannten Facebook-Post:

So I had my first session with a PT today and the first thing she said to me was "Obviously you want to get back to your...

Posted by Mel Rymill on Donnerstag, 19. November 2015

Ich hatte also heute meinen ersten Termin mit einem Personal Trainer und das erste, was sie zu mir sagte war: "Offensichtlich willst du wieder zu deinem Gewicht vor dem Baby zurück." Es war keine Frage, es war eine Aussage.
Und es machte. Mich. Wütend.
Ich korrigierte sie freundlich, indem ich sagte: "Mein Ziel ist es, meinen Oberkörper wieder zu stärken und meine Kondition wieder herzustellen... Es ist mir egal, wie mein Körper aussieht, mir ist nur wichtig, wie er funktioniert... Er kann ziemlich hart drauf sein."
Aber das hat mich zum Nachdenken gebracht. Frauen wird nach der Schwangerschaft gesagt, dass sie gut aussehen, wenn sie ihre vorherige Figur zurück erlangen, was zu dem Gedanken führt, dass sie schlecht aussehen, wenn sie die extra Pfunde behalten. Dünne Menschen werden für ihr fehlendes Fett beneidet oder für ihre Magersucht verurteilt. Kurvige Frauen werden entweder als fett abgestempelt oder als mutig bezeichnet, dafür, dass sie sich in ihrer Haut wohlfühlen. Es gibt immer Druck.
Niemand fühlt sich zu 100% immer in seiner Haut wohl. Menschen werden ständig abgestempelt und damit gehen Erwartungen einher, die schädlich für uns alle sind... auch für diejenigen, die selbst kritisieren.
Wir sollten uns darum sorgen ob es den Menschen gut geht, nicht darum wie sie aussehen.
Hier bin ich also. Ich bin vielleicht nicht bereit für ein Magazin abgelichtet zu werden, meine Oma-Schlüpfer und mein Still-BH werden definitiv nicht demnächst auf einem Laufsteg zu sehen sein, meine Haare sind fettig, ich bin ungeschminkt, mein Körper ist weich und füllig, ich bin mir nicht einmal sicher, ob es mir wirklich gut geht.
Aber ich bin stark. Mein Körper ist gesund.
Hey, ich bin verdammt nochmal knallhart!
Sch*** auf das, was die Gesellschaft von mir möchte. Das ist das, was ich zu bieten habe.

Mels starke Botschaft fand Anklang: Bis heute haben über 7.000 Menschen ihren Beitrag geteilt. Und auch wir sind von der starken Botschaft dieser Mama begeistert. Denn viel wichtiger als das gute Aussehen, ist das Wohlbefinden. Also sollten sich alle Mütter und Frauen dieser Welt nicht von der Gesellschaft vorschreiben lassen, wie ihr Körper auszusehen hat, sondern einfach so leben, wie sie sich wohlfühlen!

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Robyn Lawley © Instagram / Robyn Lawley
von Maike Schwinum

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