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Die Spuren sexueller Gewalt: Dieses Kunstprojekt SCHOCKT - aus einem wichtigen Grund!

von Maike Schwinum Veröffentlicht am 27. Januar 2017
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Eine Karte von menschlichen Berührungen - freiwilligen ebenso wie unfreiwilligen...

Die 19-jährige Emma Krenzer war nur eine von fast einer Millionen Frauen, die sich am 21. Januar für den Women's March on Washington zusammenfanden. Der Protest für Frauen- und Menschenrechte inspirierte die Studentin zu einem ganz besonderen Projekt: Sie wollte die sexuelle Gewalt, die sie erfahren musste, künstlerisch thematisieren und so verarbeiten.

Noch in derselben Nacht nach der Demonstration setzte Emma ihr Projekt in die Tat um. Dabei entstand eine Art "Karte von Berührungen", wie sie es beschreibt. Auf einem Bild von einem weiblichen Körper ist in unterschiedlicher Farbe markiert, wo verschiedene Menschen sie angefasst haben. Darunter ihre Mutter, ihr Vater, ihre Geschwister, ihre Freunde, ihre Liebhaber - und eine Person, die nur heißt: "Jemand, dem ich Nein gesagt habe."

Die 19-Jährige zeigt also in grellem Rot, wo der Angreifer Spuren hinterlassen hat - an ihrem Hals, an ihrem Arm, an ihren Oberschenkeln und in ihrem Intimbereich.

© Twitter / cheezitfan1

"Die Vorgabe für das Projekt, war eine Art von Karte zu kreieren", schreibt die Studentin aus Nebraska zu den Bildern, die sie auf Twitter teilte. "Ich habe eine Karte von menschlichen Berührungen auf dem Körper eines anderen Menschen und deren anhaltende Wirkung erstellt."

Emma schoss für ihr Kunstwerk ein Nacktbild einer Freundin und zog dies auf eine Leinwand. Dort bemalte sie es dann mit den entsprechenden Markierungen. Bei so viel Gefühlen und Inspiration ist es für die Studentin wohl das größte Lob, dass ihr Post bei Twitter mittlerweile über 130.000 Mal geteilt wurde.

"Ich habe dieses Projekt hauptsächlich für mich gemacht, um die bleibende Auswirkung zu visualisieren, die eine Berührung auf eine Person haben kann", erklärt Emma selbst im Gespräch mit 'BuzzFeed'. Trotzdem, sagt sie, freue sie sich über das viele positive Feedback.​ "Manche Menschen sagten mir, dass sie in Tränen ausbrachen, als sie das Bild gesehen haben, und andere dankten mir wiederholt dafür, dass ich es kreiert habe."

Emma hat mit ihren jungen Jahren definitiv bereits ein Stück Kunst geschaffen, das nachdenklich macht und an das sich die Welt lange erinnern wird. Wir werden es jedenfalls tun!

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