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"Ich hatte keine Wahl" - Diese Kaiserschnitt-Mama postet eine wichtige Botschaft an alle Kritiker

von Maike Schwinum Veröffentlicht am 18. Oktober 2016

"Diese Narbe bedeutet, dass mein Baby so auf die Welt gebracht wurde, wie es sein sollte: gesund und unversehrt."

In der Vergangenheit berichteten wir bereits mehrfach über die Vorurteile, mit denen Kaiserschnitt-Mütter zu kämpfen haben. Ihnen wird regelmäßig vorgeworfen, dass ein Kaiserschnitt "keine Geburt" sei. Oder sie müssen sich dagegen wehren, sich für ihre Narben schämen zu müssen.

So ergeht es auch der frischgebackenen Mama Jodie Shaw. Sie musste wegen eines großen gutartigen Tumors an ihrem Gebärmutterhals ihre Tochter per Kaiserschnitt auf die Welt bringen. Und immer wieder begegnen ihr Vorwürfe anderer Mütter, die wettern und sagen, das hätte nichts mit einer "normalen Geburt" zu tun.

Um sich gegen diese heftigen Worte zu wehren, veröffentlichte Jodie auf der Facebook-Seite 'Birth Without Fear' eine schlagfertige Botschaft an all diese Kaiserschnitt-Kritiker.

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Ein neuer Tag und - wie es scheint - ein neuer Post von jemandem, der andeutet, dass eine Geburt per Kaiserschnitt bedeutet, man hätte nicht wirklich entbunden.

Können wir bitte damit aufhören?!

Natürlich kann ich die Meinungen der Menschen nicht ändern, aber ich habe beschlossen, dieses Bild zu veröffentlichen, um zu schauen, ob es den Menschen hilft zu verstehen, dass es manchmal ganz egal ist, wie unser Geburtsplan aussieht. Manchmal haben wir keine Wahl. Ich hatte keine Wahl.

Ich hatte ein Myom, das so groß war wie eine Melone, auf meinem Gebärmutterhals und mein Mutterkuchen lag besonders tief, was bedeutete, dass ich keine normale Kaiserschnittnarbe habe. Aber ob ihr das nun glaubt oder nicht - ich habe mein Baby auf die Welt gebracht.

Das nächste Mal, wenn ihr also jemanden verurteilen wollt, dafür, dass derjenige nicht das getan hat, was eurer Meinung nach eine "richtige Geburt" ist, bitte nehmt euch eine Minute, um darüber nachzudenken, warum sie vielleicht so entbinden mussten. Denkt über die Tatsache nach, dass sie dies vermutlich nicht gewählt hätten, wenn sie die Wahl gehabt hätten. Warum würde man eine aufwendige Operation mit 6 Wochen Rehabilitation wählen?

Diese Narbe hat mich davor gerettet, eine lebensbedrohliche Menge Blut zu verlieren, und bedeutet, dass mein Baby so auf die Welt gebracht wurde, wie es sein sollte. Gesund und unversehrt - so wie ich.

Jodie liegt mit ihrer Botschaft absolut richtig. Denn die allermeisten Mütter suchen sich ihre Geburt per Kaiserschnitt nicht aus, sondern müssen die Operation mitmachen, um ihr Kind und sich selbst nicht zu gefährden. Und genau das macht Kaiserschnitt-Mamas - ebenso wie ALLE Mamas - zu wahren Heldinnen.

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von Maike Schwinum