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Diese Mama spricht ganz offen darüber, welche Opfer Mütter für ihre Kinder bringen

von Maike Schwinum Veröffentlicht am 15. September 2016

"Ob er in 8 Stunden wach wird oder in 30 Minuten, ich werde ihn dort treffen, wo er ist. Schließlich gibt es genau deswegen Kaffee."

Eltern bringen viele Opfer für ihre Kinder und nehmen auch ohne viel Gejammer mal die ein oder andere schlaflose Nacht in Kauf. Das kennt auch Bunmi Laditan nur allzu gut. Sie ist Mutter von 3 Kindern und ist unter anderem Autorin des Buches 'Honest Toddler', in dem sie über das Mama-Sein schreibt.

Kürzlich postete die Amerikanerin einen Beitrag auf ihrer Facebook-Seite, in dem sie über etwas schreibt, mit dem sich wohl die meisten Mamas identifizieren können: Wie sehr sie ihre Zeit alleine genießt, wenn die Kinder im Bett sind. Und wie groß die Frustration ist, wenn diese von Kindern unterbrochen wird, die aus ihrem Schlaf erwachen.

Doch bezüglich eben dieser Frustration erlebte Bunmi kürzlich eine wahre Erleuchtung, die ihr die Augen öffnete. Und genau das wollte sie ganz ehrlich und ungeschönt mit dem Netz teilen.

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Die Nachtzeit ist meine Zeit. Während der Tag dafür genutzt wird, um zu arbeiten, sauber zu machen und Dinge zu erledigen, werde ich erst richtig lebendig, wenn das letzte Kind ruhig und gleichmäßig in seinem Bett atmet.

Es war schon eine Stunde nachdem ich ihn ins Bett gebracht hatte, als ich ihn weinen hörte. Ich erstarrte und lauschte. Manchmal macht er das in seinem Schlaf, aber nein, er rief mich bei dem einzigen Namen, unter dem er mich kennt.

Ich fand ihn halb aufrecht im Bett, aufgewühlt und verschwitzt. Er jammerte unverständlich vor sich hin. Ich versuchte all meine üblichen Tricks: Ich fand seinen Lieblings-Teddybär, ich nahm die Decke von ihm, damit er abkühlen konnte, ich nahm ihn in meine Arme wie ein Baby. (...)

Nichts funktionierte und ich fühlte diese bekannte Frustration in mir hochkommen. Ich wollte hier nicht sein, in seinem Zimmer, und mit der schwierigsten Version von ihm kämpfen. Ich wollte mich hinlegen, lesen, Netflix schauen oder etwas ungesundes essen. Das habe ich mir verdient. Ich hatte nur noch etwa eine Stunde ehe ich mich der Müdigkeit hingeben musste, die stetig hinter meinen Augen lungert. Und was, wenn er die anderen weckt? Das einzige, was schlimmer ist, als ein waches Kind nach der Schlafenszeit, sind drei Kinder in derselben Lage.

Mein erster Instinkt war das zu schützen, was mir gehört - meine heilige Nacht - aber wenn es eines gibt, dass ich über das Mutter-Sein gelernt habe, dann dass einige Dinge nicht erzwungen werden können. (...)

Ich bin proaktiv. Ich bin eine Probleme-Löserin, eine Brainstormerin und eine Macherin. Ich habe gerne die Kontrolle. Aber im Angesicht eines 3-Jährigen, der es braucht, dass ich im Dunkeln neben seinem Bett sitze und seine Hand halte, bis er einschläft, wusste ich, dass sich nichts ändern würde, bis ich meine anderen Pläne fallen lasse.

Ich zog meine Aufmerksamkeit von den Dingen weg, die ich tun wollte, und hin zu dem dunklen Raum mit meinem Sohn in seinen Pyjamas und seinem Kinderbettchen.

Ich machte es mir auf dem dünnen Teppich auf dem Holzboden gemütlich und gab auf. Nicht wegen ihm oder wegen seiner Bedürfnisse, sondern wegen dem, was dieser Moment von mir verlangte. Ich musste da sein und das wusste ich. Es gab kein Entkommen, keine Überzeugungs-Taktik, kein Erpressen oder Drohen. Die Elternratgeber und erfahrenen Großmütter sind vielleicht anderer Meinung, aber ich fühlte in meinen Knochen, wo ich sein musste: hier.

Ich dachte an gar nichts und fühlte seine weiche, kleine Hand in meiner, zuerst fest zupackend, dann immer entspannter und schließlich schlapp, als seine Atmung tiefer und gleichmäßiger wurde. (...)

Er schläft endlich - zumindest vorerst. Mit Kindern kann "Gute Nacht" oft auch "Bis gleich" heißen - aber ich fühle mich ruhig. Ob er in 8 Stunden wach wird oder in 30 Minuten, ich werde ihn dort treffen, wo er ist. Schließlich gibt es genau deswegen Kaffee.

Viele Eltern verstehen Bunmis Gefühle nur allzu gut - kein Wunder also, dass der Post in kurzer Zeit schon über 2.000 Mal geteilt wurde. "Danke, dass du dies in Worte gefasst hast", kommentiert eine Mutter. "Egal wie müde und frustriert ich bin, ich muss mich immer daran erinnern, dass mein Sohn nicht für immer klein sein wird und eines Tages wird er mich nicht mehr brauchen, also sollte ich diese Momente schätzen", so eine andere Nutzerin.

Wir sind begeistert von Bunmis Beitrag und applaudieren ihr für ihre Ehrlichkeit. Was meint ihr?

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von Maike Schwinum