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Wunderschön und ganz natürlich: Dieses Magazin-Cover bricht Tabus, die keine sein sollten

von Maike Schwinum Veröffentlicht am 22. Mai 2015

Die australische Ausgabe der 'ELLE' präsentiert auf ihrem Cover ein Model, dass ihren Sohn stillt.

Als die australische Version der Frauenzeitschrift 'ELLE' ihr neues Cover für die Juni-Ausgabe vorstellte, waren viele überrascht. Denn die Titelseite zierte das Model Nicole Trunfio, die ihren Sohn Zion Clark stillt. Das Bild ist wunderschön, stilvoll und weit von den Aufnahmen, die wir normalerweise auf Zeitschriften zu sehen bekommen, entfernt. Trotz aller Debatten und Kampagnen in der Vergangenheit, bleibt das Stillen in der Öffentlichkeit (leider) ein Diskussionsthema. Und gerade deswegen ist dieses Cover eine so starke Ansage.

An vielen Orten ist das Stillen in der Öffentlichkeit noch immer verboten - und selbst dort, wo es erlaubt ist, werden Mütter dazu gebracht, sich dafür zu schämen und verstecken zu müssen. Dass Trunfio und ELLE diese natürliche Begegnung zwischen Mutter und Kind so schön und offen darstellen, soll helfen, Stillen in unserer Gesellschaft zu normalisieren statt zu diskriminieren.

Auch das Model auf dem Cover selbst, war von dem Bild gerührt. "Als ich das Titelblatt zum ersten Mal sah, mit dem Bild vom Stillen, das so ungeplant und natürlich war, kamen mir die Tränen", so Trunfio. ​Die Aufnahme ist zudem ein tolles Beispiel dafür, dass Frauen, auch nachdem sie Kinder bekommen haben, weiter arbeiten und eine Karriere haben können. "Das war keine geplante Situation. Zion musste gestillt werden", erklärt Justine Cullen, die Chefredakteurin der ELLE. "Nicole stillte ihn und wir sahen, wie wunderschön sie aussahen, und baten sie, am Set weiterzumachen. Dieser natürliche Moment ergab ein unglaublich aussagekräftiges Bild."

"Für alle Mütter da draußen, ob ihr stillt oder nicht. Wir haben entbunden, wir sind Frauen, wir sind Mütter", schreibt Nicole Trunfio abschließend in ihrem Facebook-Post. Besser hätten wir es auch nicht sagen können. Stillen ist nicht etwas, wofür Mütter sich schämen müssen - und wir hoffen, dass tolle Aktionen wie diese, diese Meinung in unserer Gesellschaft weiter festigen.

von Maike Schwinum

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