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"Du solltest hier sein" - diese Botschaft einer Mutter an ihre tote Tochter bricht uns das Herz

von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 24. März 2017

Ihre Nachricht geht durch Mark und Bein.

Sarah Walton hat ihre erst vierjährige Tochter an den Krebs verloren. Bereits mit vier Monaten entdeckten Ärzte einen Hirntumor bei der kleinen Ellie. Krankenhäuser, Chemotherapien und alle Nebenwirkungen gehörten zum Alltag ihres kurzen Lebens. Vor kurzem ist Ellie ihrer Krankheit erlegen. Den Moment, als ihre Eltern die Urne der Kleinen nach Hause fahren mussten, hielt Mama Sarah in einem bewegenden Foto fest. Und die Worte, die sie für die schwere Situation fand, bewegen seitdem die ganze Welt.

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Du solltest hier sein.

Wir haben dir eine ganz individuelle Urne gemacht, du würdest sie lieben, Süße. Leider sind Natururnen einfach nur Schachteln und die waren nicht gut genug für dich. Also habe ich sie dekoriert, bis die Urne perfekt zu dir gepasst hat.

Ich hatte Angst, als ich dich gestern nach Hause gefahren habe, aber dich anzuschnallen hat sich irgendwie normal angefühlt. Auch wenn nichts davon normal ist. Nichts davon ist gerecht. Du solltest hier sein. Der Tod ist so egoistisch, Süße. Mein Herz ist gebrochen. Ich bin buchstäblich verletzt und zerrissen, denn ich weiß, du bist jetzt an einem besseren Ort, dabei gibt es keinen besseren Ort, als in meinen Armen zu liegen. Ich weiß, du bist jetzt glücklich und ohne Schmerzen und trotzdem will ich dich hier haben.

Es ist 2 Monate her, dass ich zum letzten Mal deine Wangen geküsst oder mit deinen Haaren gespielt habe. Das sind 2 Monate reinste Folter, Qual und Verzweiflung. Alles was ich will, ist unseren Alltag zurück, egal was der beinhaltete, ich will ihn zurück. Ich will Krankenhausbesuche zurück, ich will die Chemo zurück, ich will dein Lachen und dein frohes Herz zurück. Die Dinge, die mir noch vor ein paar Monaten so viel Schmerzen bereitet haben, die will ich zurück.

Das Leben ist nicht fair, Süße. Das weißt du besser als irgend jemand anderes. Ich weiß, dass dein Leben mir so viel Freude gebracht hat und wenn ich zurück blicke, bin ich froh, dass ich dir jeden Tag gesagt habe, wie sehr ich dich liebe. Ich werde immer dankbar dafür sein, dass ich deine Mami sein durfte.

Süße, ich will nicht, dass du auf mich hinab blickst und denkst, dass dein Tod mir nur Schmerzen bereitet. Weißt du, ich würde diesen Schmerz immer und immer wieder in Kauf nehmen, wenn das bedeuten würde, dass ich deine Mama sein darf. Denn wenn ich dich nie kennen gelernt hätte, wüsste ich nicht, was pure Glückseligkeit ist. Ich hätte nie gewusst, jeden Moment so zu leben, als sei es der letzte. Und ich würde nicht wissen, wie wahre Stärke, Mut und Courage ausgesehen hätten.

Das ändert sich jetzt, Süße. Ich werde es ändern. Ich möchte, dass sich nie wieder eine andere Mutter so fühlen muss und ich werde für diese anderen Kinder kämpfen, damit keine andere Mutter jemals wieder die Asche ihres Kindes anschnallen muss. Du warst es immer wert. #mehrals4

Ellies Tod, so schwer er für die Familie zu verkraften ist, ist gleichzeitig ein Anstoß für ihre Mama Sarah, die Forschung für Krebs bei Kindern voranzutreiben. Sie will, dass mehr, intensiver und genauer geforscht wird, wenn es um Krebs geht. Sie will dieser Krankheit alle Aufmerksamkeit zukommen lassen, die nur möglich ist. Denn sie weiß, was es heißt, sein eigenes Kind zu beerdigen. Und all den Schmerz, den sie und ihre Familie jetzt durchmachen, will sie so vielen Eltern wie möglich ersparen.

Wenn auch ihr etwas tun wollt, um Familien zu helfen, die gegen Krebs kämpfen, besucht doch mal die Seite der Deutschen Krebshilfe. Nicht nur Geldspenden können etwas bewirken.

von Anne Walkowiak