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© Facebook / Pradnya Mandhare
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Diese Frau wird am helllichten Tag angegriffen. Was dann passiert, ist traurig und mutig zugleich.

Maike Schwinum
von Maike Schwinum Veröffentlicht am 20. März 2015
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Dutzende Menschen standen herum und taten nichts, um ihr zu helfen. Also knöpfte sie sich ihren Angreifer selbst vor.

Pradnya Mandhare aus Indien war auf dem Nachhauseweg von der Universität, als ihr etwas widerfuhr, was wohl für die meisten Frauen der absolute Albtraum ist. Die 20-Jährige wartete an der Bushaltestelle, als ein Mann plötzlich auf sie zukam und sie packte.

​"Er war offensichtlich betrunken und fing an, mich anzugrapschen", so die Studentin im Gespräch mit dem 'Telegraph'. "Ich versuchte, ihm zu entkommen, da packte er mich. Für einige Sekunden war ich vor Schock eingefroren, dann begann ich, ihn mit meiner Tasche zu schlagen."

Wäre der Mann nicht alkoholisiert gewesen, wäre es Pradnya vermutlich nicht gelungen, sich gegen ihn zu wehren. Denn obwohl dutzende Menschen um sie herum standen und das Geschehnis beobachteten, griff keiner ein, um den Angriff mitten am Tag zu verhindern. "Niemand bot mir Hilfe an", erklärt Pradnya. "Leute hielten an, um zu starren, aber niemand fragte auch nur, was da vor sich ging."

Die junge Frau handelte instinktiv und statt ihren Angreifer entkommen zu lassen, packte sie ihn an den Haaren. So schleppte sie ihn bis zur Polizeistation des Bahnhofs. "Er bettelte mich an, ihn nicht mit zu zerren, doch ich ließ ihn nicht los. Schließlich habe ich ihn den Beamten übergeben", erzählt Pradnya. Die örtliche Polizei bestätigte, dass sie den betrunkenen Mann festnahm.

Es hat die junge Frau mit Sicherheit eine Menge Mut gekostet, sich auf diese Art zu wehren. Doch jede Frau sollte sich so verhalten, findet Pradnya. "Alle Frauen sollten sich wehren und dies nicht still über sich ergehen lassen", so die 20-Jährige. "Frauen sollten ihre Stimmen erheben und solchen Männern eine Lehre erteilen. Denn Frauen sind nicht Objekte, die jeder so anfassen kann, wie er will."

Wir sind von dem Mut dieser Frau mehr als beeindruckt. Sie ist ein Vorbild für alle Frauen, die in ihrem Land unterdrückt werden. Daumen hoch!

von Maike Schwinum