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4 Monate zu früh: Diese Frühchen-Eltern teilen ihre Geschichte um anderen Mut zu machen

von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 26. Januar 2017

Jaxson und Cadance wurden vier Monate zu früh in der 24. Schwangerschaftwoche geboren.

Fast zehn Jahre versuchten Jourdan und Matt Moore ein Kind zu adoptieren, doch nie schien das Glück auf ihrer Seite. Jourdans Morbus Crohn Erkrankung hielt sie davon ab, selbst ein Kind zu bekommen. Nach all der Warterei und den gescheiterten Versuchen, ein Kind per Adoption in ihre Familie aufzunehmen, entschieden sich die beiden für eine unkonventionelle Art, ein Kind zu bekommen.

Jourdan und Matt adoptierten Embryos, die wiederum von einer guten Freundin von Jourdan ausgetragen werden sollten. Viele Paare, die Embryonen haben einfrieren lassen, müssen sich irgendwann entscheiden, ob sie diese weiterhin für viel Geld "liegen lassen" wollen, ob sie sie der Wissenschaft spenden, oder einer anderen bisher kinderlosen Familie damit helfen.

Die Embryos der Moores wurden Jourdans Freundin Hollie eingesetzt. Mit großer Freude erfuhren sie wenig später von der erfolgreichen Schwangerschaft und davon, dass sie Eltern von Zwillingen werden würden. Doch in der 24. Schwangerschaftwoche traten Probleme auf und die Zwillinge mussten frühzeitig auf die Welt geholt werden - 16 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin.

Für die frischgebackenen Eltern von Jaxson und Cadence begann ein langer Weg des Hoffens und Bangens, denn ihre Kleinen mussten insgesamt über drei Monate auf der Säuglingsintensivstation verbringen.

​"Auf der Intensivstation konzentrierst du dich einfach nur auf das Überleben, Tag für Tag, Stunde für Stunde", erklärt Matt im Gespräch mit der 'Huffington Post'. "Es ist kein heller Säuglingssaal mit einem großen Fenster, in das Leute reinschauen können, wie man es aus dem Fernsehen kennt. Es ist ein dunkler, stiller, privater Ort, der dafür geschaffen wurde, die weitere Entwicklung von Babys wie unseren zu fördern. Sie brauchten noch 16 Wochen, damit ihre Körper und ihre Hirne sich entwickeln konnten."

© Instagram / journeytominimoore

Jaxson und Cadence haben es geschafft - nach drei langen Monaten durften sie mit ihren Eltern nachhause. Doch weil es noch immer viele Eltern gibt, die um ihre Frühchen oder Neugeborenen auf der Intensivstation bangen müssen, wollen Matt und Jourdan ihnen Mut machen, indem sie ihre Geschichte teilen.

Auf ihrem Instagram-Account teilen die Eltern regelmäßig Bilder ihrer Zwillinge - von heute, aber auch solche aus der schweren Zeit im Krankenhaus. Eines, was besonders viel Aufmerksamkeit im Netz bekam, zeigt zum Beispiel wie Matt den kleinen Jaxson hält, als er gerade einmal 23 Tage alt ist.

An diesem Tag vor einem Jahr, 16. Oktober, passte Jaxson genau in die Hand seines Papas. Er war 23 Tage alt und wog 680 Gramm. Genau eine Woche zuvor hatte er starke Atemprobleme. Ich war bei ihm, als er plötzlich aufhörte zu atmen und seine Herzfrequenz so niedrig war, dass es fast aufhörte zu schlagen.

Ich beobachtete wie das unglaubliche Team im Krankenhaus sich sofort in Bewegung setzte. Sein kleiner Körper war still und grau als eine der Krankenschwestern ihm mit ihren Daumen eine Herzdruckmassage gab, eine andere für ihn in einen Beutel atmete und der Arzt ihn wieder intubierte, indem er eine Röhre in seinen Hals schob.

In diesem Moment dachte ich, dass ich diese Szene vielleicht nie wieder sehen könnte... ein Vater, der seinen Sohn hält. Eine Woche später sind wir nun hier und erfreuen uns an diesem wertvollen Leben.

Und nun arbeitet dieser Vater täglich daran mit demselben kleinen Jungen mitzuhalten, dessen Energie schier unerschöpflich ist und der eine ständige Quelle der Freude in unseren Leben ist.

Jaxson und Cadence sind heute etwa 16 Monate alt und sind bis auf einige medizinische Herausforderungen wohlauf. "Beide sind sehr klein für ihr Alter, was bei Frühchen normal ist", erklärt Mama Jourdan.

​Sohn Jaxson braucht außerdem eine Brille für seine Kurzsichtigkeit und Cadence schläft nachts mit zusätzlichem Sauerstoff wegen einer chronischen Lungenerkrankung. Außerdem muss die Kleine ihre Nahrung noch über eine Magensonde bekommen. "Die Ärzte gehen davon aus, dass sie den Sauerstoff und die Sonde irgendwann nicht mehr brauchen wird", so Jourdan.

© Instagram / journeytominimoore

Die Geschichte von Jourdan, Matt und ihren zwei Frühchen soll anderen Eltern Mut machen. "Wir hoffen, dass andere Eltern auf der Säuglingsintensivstation aus unserer Geschichte Hoffnung schöpfen und die Bedeutung von Haut-an-Haut-Sorge nicht nur für Mütter, sondern auch für Väter erkennen", meint Matt.

​"Wenn wir nicht offenlegen würden, wo wir angefangen haben, einige unserer schwersten Momente, dann würden wir nicht die völlige Freude offenlegen, die wir heute empfinden."

Um die Geschichte der Moores weiterzuverfolgen, schaut doch einfach auf ihrer Instagram- oder Facebook-Seite oder auf ihrem Blog vorbei.

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von Anne Walkowiak