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Fatale Vorurteile: Warum erfüllen sich nur 2 von 10 Mädchen ihre Träume?

Anne Walkowiak
von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 12. März 2015
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Schluss mit Sätzen wie, 'Das ist doch nur was für Jungs!' oder 'Sowas mögen Mädchen doch gar nicht!'

Mädchen interessieren sich für Barbies, Puppen und Klamotten. Trotz Feminismus, Emanzipation und Gleichstellungsgesetz hält dieser Glaube noch immer vor. Aber warum? Warum gibt es nur wenige Mädchen, die Mathe lieben? Warum gibt es wenige Mädchen, die sich für Technik, Autos, Maschinen und Computer interessieren? Warum sind diese Sachen denn nur etwas für Jungs?

Das sind sie nämlich nicht! Wir wissen das. Wir geben dieses Wissen auch nach bestem Wissen und Gewissen an unsere Kinder weiter. Vermitteln ihnen, dass Jungen und Mädchen IMMER die gleichen Dinge machen können. Wir selbst sind mit diesen Freiheiten aufgewachsen, und auch unsere Eltern wurden bereits so erzogen. Aber warum nur halten sich dann solch geschlechterspezifische Vorurteile?

Denn Mädchen interessieren sich, genau wie Jungs, für alles. Die Firma Microsoft hat das in einem Spott mit dem Titel 'Girls Do Science' (auf Deutsch: Mädchen mögen Wissenschaft) gekonnt umgesetzt. Darin zu sehen, fünf junge Mädchen, die sich für verschieden Bereiche interessieren, sich aber auch schon damit auseinander setzen mussten, dass andere sie glauben machen wollten, dass Wissenschaft doch eigentlich nichts für sie ist.

Wissenschaft ist alles. Aber, selbst wenn sich Mädchen für Wissenschaft interessieren, dann haben sie einfach Angst davor, dass andere glauben könnten: "Oh, machen das nicht Jungs? Das ist doch was für Jungs."

Wissenschaft hilft dir dabei, die wirklich kleinen Geheimnisse zu lösen. Aber Leute sagen oft, "Du kannst Wissenschaft gar nicht mögen. Du bist ein Mädchen. Du kannst keines dieser Wissenschaftsdinger mögen."

Ich habe einen Computer gebaut und ich habe den Kühlschrank mit einem Legomännchen aufgemacht. Die Leute glauben, dass es mehr ein Jungsding ist, weil es zum Beispiel Albert Einstein gab. Er war Erfinder und ein Mann. Oder Benjamin Franklin genauso.

Ich habe einen Türöffner für die Garage gebaut und arbeite gerade an meiner eigenen Webseite.
Als ich kleiner war, dachte ich, Technologie ist großartig. Doch dann dachte ich irgendwann, irgendwie ist das eher was für Jungs. Ich habe in der Werbung immer nur Männer gesehen, die so etwas machen.

Da gab es ein anderes Mädchen in meinem Roboter-Kurs. Aber sie hat aufgehört und jetzt bin ich das einzige Mädchen.

Wir müssen unsere Kinder noch viel öfter wissen lassen, dass Wissenschaft für alle ist. Jeder hat das Zeug dazu! Egal ob Junge oder Mädchen. Wir müssen unseren Mädchen beibringen, dass sie alles erreichen können, wovon sie träumen. Wir müssen unseren Jungs beibringen, dass sie alles machen können, wovon sie träumen. Niemand sollte aufgrund seines Geschlechts in die eine oder andere Ecke gedrängt werden.

Den ganzen Clip könnt ihr euch hier ansehen:

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von Anne Walkowiak