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Radikales Umstyling: Diese Freundinnen wagen einen mutigen Schnitt für den guten Zweck

von Maike Schwinum Veröffentlicht am 27. April 2016

Diese zwei Freundinnen trennen sich für einen guten Zweck von ihren langen Haaren.

Wer so richtig lange Haare hat, der weiß, wie viel Überwindung es kostet, sich von ihnen zu trennen. Es dauert eine gefühlte Ewigkeit sie so lang wachsen zu lassen und wenn dann ein Besuch beim Frisör fällig ist, lautet der erste Satz meistens: "Aber nur die Spitzen!" Darüber können Sarah Raschke und Jaqueline Paul aus Berlin wohl nur lachen. Denn die beiden Freundinnen entschlossen sich im letzten Jahr zu einem dramatischen Schritt und trennten sich gemeinsam von ihren langen Mähnen.

​Im Frühjahr 2015 haben die beiden 18-Jährigen gerade ihr Abitur abgeschlossen und stehen kurz vor einem neuen Lebensabschnitt. Dazu gehört für sie auch eine neue Frisur. Und für Sarah ist auch gleich klar, dass sie ihre langen Haare nicht nur ganz drastisch in eine Kurzhaarfrisur umwandeln möchte, sondern dass ihre Strähnen danach auch nicht im Müll landen sollen. "Warum sollte nicht jemand anderes von meinen Haaren profitieren können?", so die Studentin im Gespräch mit gofeminin.

Bei ihrer Recherche im Internet rund ums Thema Haarspende trifft Sarah dann auf 'maske berlin'. Ein Team aus Hairstylisten und Maskenbildern, die jährlich den Haarspendetag organisieren, bei dem lange Mähnen kurz geschnitten werden, um die Haare dann zu spenden. Aus den Haaren werden Haarteile und Perücken gefertigt für Menschen, die unter krankheits- oder erbbedingtem Haarausfall leiden. "Uns liegt am Herzen, über das Thema Haarausfall zu informieren, aufzuklären und es gesellschaftsfähiger zu machen", so Andrea Mayr, Geschäftsführerin und Inhaberin von 'maske berlin'.

Sarah ist von dem Konzept gleich angetan und berichtet Jaqueline davon, die ebenfalls mit dem Gedanken spielt, sich von ihren Haaren zu trennen. Nur kurze Zeit später treten die beiden dann gemeinsam ihren Termin bei 'maske berlin' an, wo mit der Haarpracht der beiden kurzer Prozess gemacht wird.

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Ob dabei Tränen geflossen sind? Nein, sagen beide Mädchen. Für sie beide war von vornherein klar, dass sie sich kurze Haare wünschen und so bleibt der Trennungsschmerz gering. "Es war super befreiend", meint Jaqueline, die momentan studiert um Grundschullehrerin zu werden. "Außerdem hat mich der Spendenaspekt in meiner Entscheidung definitiv bestärkt."

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Am Ende sind die Freundinnen mit ihren Ergebnissen mehr als zufrieden und freuen sich vor allem darüber, dass andere Menschen nun von ihren Haaren profitieren können. Wer genau ihre Haarpracht nun trägt, wissen sie aber nicht. "Ich finde es etwas schade, dass ich nicht weiß, was aus den Haaren geworden ist", so die 19-jährige Jaqueline.

Aber das hält sie nicht davon ab, sobald wie möglich wieder an der Spendenaktion teilnehmen zu wollen. Die beiden lassen sich schon jetzt die Haare wieder wachsen. Bis sie wieder lang genug sind, um sie zu spenden, kann es allerdings noch ein paar Jahre dauern. Macht aber nix, meint Sarah: "Irgendwann ist es wieder soweit!"

Wenn ihr euch von Sarah und Jaqueline inspiriert fühlt und auch spenden wollt: Am 17. Juni 2016 ist wieder Haarspendetag in Berlin! Alle Informationen dazu findet ihr hier: www.haarspendetag.com

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von Maike Schwinum