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Fast nackt steht diese Frau mitten in London - der Grund dafür ist wirklich bewegend

von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 17. August 2015

Passanten am Londoner Piccadilly Circus staunen nicht schlecht, als sich eine junge Frau halbnackt auszieht. Doch schon kurze Zeit später sind sie sichtlich gerührt.

Die Passanten staunen nicht schlecht, als sich eine junge Frau mitten in London ihr Kleid vom Körper streift, die Augen verbindet und sich einfach mitten auf den Platz stellt.

​Doch ganz so einfach und vor allem grundlos ist das nicht. Denn vor der halb nackten Frau steht eine große weiße Tafel, auf der zu lesen ist: "Ich stehe hier für jeden, der jemals mit einer Essstörung oder einer verkehrten Wahrnehmung seines Körpers zu kämpfen hatte, so wie ich. Um diese Selbstakzeptanz zu unterstützen, malt ein Herz auf meinen Körper."

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Jae West, jene junge Frau, die sich nur in Slip und BH und mit ein paar Stiften bewaffnet auf den Piccadilly Circus stellt, gehört zu einer Gruppe namens 'The Liberators' (auf Deutsch: "die Befreier"). Sie und die anderen Mitglieder der Gruppe haben es sich zum Ziel gemacht, andere Menschen zu mehr Mitgefühl, Freundlichkeit und Warmherzigkeit zu animieren.

In dem Zusammenhang steht auch diese Aktion. West selbst litt an einer Essstörung​. Sie konnte die Krankheit besiegen und hat heute gelernt, ihren Körper zu akzeptieren. Doch das fällt vielen Menschen, insbesondere jungen Frauen, sehr schwer. Um aktuellen Schönheitsidealen den Kampf anzusagen und um die Liebe und Akzeptanz für den eigenen Körper authentisch zu vermitteln, zieht sich West aus.

Keine leichte Aufgabe, wie sie in einem Interview mit der britischen 'Huffington Post' verriet: "Mein Herz schlug wie verrückt, als ich mir das Schlimmste ausmalte, was passieren könnte. Ich hatte Angst, dass niemand ein Herz auf meinen Körper malen würde oder dass ich zum Gespött der Leute werden würde."

Doch irgendwann - "nach einer gefühlten Ewigkeit" - beginnen die Menschen, Jaes Körper zu bemalen. "Das Gefühl des Stifts auf meiner Haut war so überwältigend befreiend, wie ich es noch nie zuvor gefühlt habe", so die junge Frau. "Ich bin sofort in Tränen ausgebrochen."

Nach dem ersten Herz folgen schnell unzählige mehr.​ Zu recht, finden wir. Denn Jeas Selbstakzeptanz-Aktion ist nicht nur mutig, sie öffnet vor allem vielen Menschen auf besondere Weise die Augen. Denn das Video zu ihrer Aktion hat bereits eine knappe halbe Millionen Klicks.

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von Anne Walkowiak

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