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Sie haben den Krebs besiegt: Auf diese Narben kann man nur stolz sein

von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 31. August 2015
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Den Krebs haben sie besiegt, doch ihre Narben erinnern sie täglich an den schweren Kampf, den sie führen mussten. Ein Fotoprojekt soll nun vor allem jungen Krebspatienten helfen, neuen Mut zu schöpfen.

Mit gerade einmal 22 Jahren müssen Ärzte Jasmin Gailer einen Krebstumor entfernen, der die junge Frau mit einer riesigen Narbe zurück lässt. Eine Narbe, die Jasmin zeigt, dass sie überlebt hat. Gleichzeitig aber ist es eine Narbe, die sie immer wieder an die schmerzhafte Zeit erinnert. Die junge Australierin sucht nach einem Weg, ihre Erlebnisse zu verarbeiten. Eines Tages entscheidet sie sich dazu, ein Bild ihrer Narbe öffentlich im Internet zu teilen.

Jasmin fühlt sich besser und gründet darauf hin ScarStories.org - eine Seite, deren Mission es ist, Krebspatienten Hilfe zu bieten. "Als junger Erwachsener Krebs zu bekämpfen (18-35 Jahre) birgt besonders schwierige Herausforderungen - physische, emotionale, soziale und psychologische. Aufgrund der unzureichenden Finanzierung, Forschung und einem mangelnden Bewusstsein, wird man diesen Bedürfnissen nicht gerecht. Viele junge Erwachsene stehen vor der großen Herausforderungen, ihren Körper nach einer Krebsoperation zu akzeptieren", so zu lesen auf ScarStories.org.

Um die Nöte, Ängste und Bedürfnisse von jungen Krebspatienten auffangen zu können, organisiert die Seite mit Hilfe von Spenden und Freiwilligen Fotoshootings. Sie wollen auf die besonderen Bedürfnisse von jungen Krebspatienten aufmerksam machen. Sie wollen Spenden sammeln. Und das Wichtigste, sie wollen Hilfe leisten können. Denn neben den offensichtlichen Narben, sind es vor allem emotionale und psychische Probleme, mit denen junge Krebspatienten zu kämpfen haben.

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Sie verstecken ihre Narben und schämen sich dafür, so wie auch Jasmin Gailer es kurz nach ihrer Behandlung tat. Die Fotoshootings sollen ihnen helfen, neues Selbstvertrauen zu gewinnen. Zu begreifen, dass ihre Narben sie nicht hässlicher, oder weniger attraktiv machen. Sie sollen sehen, dass sie trotz - oder gerade wegen - ihrer Narben stark sind. Dass sie etwas erreicht haben und noch viel mehr erreichen können. Und sie sollen begreifen, dass sie viel mehr sind als ihre Narben.

ScarStories.org​ konnte bereits eine Kunstausstellung mit den Bildern organisieren und arbeitet weiter daran, das Projekt bekannt zu machen. Wir finden, nicht nur Jasmin Gailer, sondern auch all die anderen tapferen Krebspatienten haben diese Aufmerksamkeit und die Hilfe verdient.

Ein Video zu Jamins Geschichte findest du hier:

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Scar Stories from David Shipton on Vimeo.

von Anne Walkowiak

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