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Die Geschichte hinter dieser ungewöhnlichen Hochzeit ist ebenso tragisch wie romantisch

Maike Schwinum
von Maike Schwinum Veröffentlicht am 12. März 2015
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Als die Ärzte Jack Beniston mitteilten, seine Freundin habe nur noch zwei Tage zu leben, entschied er sich kurzentschlossen, um ihre Hand anzuhalten.

Jack Beniston und seine Freundin Michelle O’Connor aus England waren ein glückliches und zufriedenes Paar als ihre erste gemeinsame Tochter Martha das Licht der Welt erblickte. Doch nur wenige Wochen nach der Geburt begann Michelle unter heftigen Unterleibsschmerzen zu leiden. Sie suchte verschiedene Ärzte auf, die ihr alle versicherten, ihre Schmerzen hingen mit dem vorangegangenen Kaiserschnitt zusammen.

Erst nach ausgiebigen Tests in einer Klinik erhielten Jack und Michelle schließlich die schreckliche Nachricht: Die 32-Jährige war unheilbar an Gebärmutterhalskrebs erkrankt. In ihrer Gebärmutter befand sich ein Tumor, der so groß war, wie eine Orange. Die Ärzte teilten dem Paar mit, Michelle habe nur noch etwa 48 Stunden zu leben.

Es war ein Schock für die beiden, doch Jack handelte kurzentschlossen: Kurz nach der schrecklichen Nachricht, hielt er um Michelles Hand an. Und nur sechs Stunden später heirateten die beiden - im Wartezimmer des Krankenhauses. Freunde und Familie des Paares, sowie Mitarbeiter der Klinik, halfen den beiden in kürzester Zeit Ringe und ein Kleid für Michelle zu besorgen.

Krankenschwestern bemühten sich, einen provisorischen Altar zu bauen und mit weißen Laken eine Kirchen-ähnliche Atmosphäre zu schaffen. Die Zeremonie wurde von einem Standesbeamten abgehalten. "Der Gang zum Altar war das erste Mal in fast einem Monat, dass Michelle alleine lief", erzählt Jack im Gespräch mit dem 'Daily Mirror'. "Sie schaffte nur wenige Schritte, ehe ich ihr den Rest des Weges helfen musste."

"Es war schwer für alle, doch Michelle war überglücklich", so der 22-Jährige. "Ich glaube, ich habe noch nie so viel geweint." Am Ende war die Hochzeit mit knapp 20 Gästen ein wunderschöner Moment für das Paar und Jack ist dankbar und froh, dass er das noch mit Michelle erleben durfte. Denn Michelle lebte zwar länger als die vorausgesagten 48 Stunden, doch sie starb nur vier Wochen nach ihrer Hochzeit.

Jack, der Töchterchen Martha alleine großzieht, sammelt nun über eine Fundraising-Aktion Spenden für die Klinik, in der seine Frau ihre letzten Tage verbrachte.

Diese Geschichte bricht uns wirklich das Herz. Doch so tragisch der Tod dieser jungen Frau auch ist, so wunderschön ist es auch, dass sie noch vor ihrem Tod die Liebe ihres Lebens heiraten durfte.​ Wir wünschen Jack und seiner Familie alles Gute.

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