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Im Badeanzug posieren ist nicht mutig - diese Frau sagt uns, warum!

von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 16. April 2015

Schon oft haben wir Fotos wie das von Jessica Kane gesehen. Doch sie will uns damit nicht beweisen, dass oder wie mutig sie ist! Ganz im Gegenteil!

Immer wieder haben wir in der letzten Zeit applaudiert, unsere Daumen gehoben und Hüte gezogen, wenn wir eine üppige Frau im Bikini oder Badeanzug gesehen haben. Doch eigentlich ist unsere Sichtweise da völlig falsch, wie Modebloggerin Jessica Kane uns mit einem Foto, das sie bei Facebook postete, jetzt verdeutlicht hat.

Unter dem Bild schreibt sie: "Das war nicht mutig. Mir wurde so oft gesagt, wie mutig ich bin, weil ich mich nicht verschleiere, dabei würde es mich nur Mut kosten, ohne ein Tuch loszuziehen, wenn mich die Meinung der anderen interessieren würde. Das tut sie aber nicht. Ich verbringe meine Tage damit, mir nur Sorgen um die Dinge zu machen, die ich kontrollieren kann. Und an diesem Tag habe ich einfach daran gedacht, wie großartig ich mich fühle und wie viel Sonne ich wohl erhaschen kann. Und Dinge die wirklich Mut erfordern? Eine Familie, die gegen eine schwere Krankheit kämpfen muss, eine Mutter, die gegen eine Sucht kämpft, eine Person, die sich von häuslicher Gewalt befreien will, jemand, der um Hilfe bittet, obwohl sein Selbstmord schon fest geplant ist und er einfach keinen Ausweg mehr sieht. DAS ist Mut. Nicht das Tragen eines Badeanzugs am Strand. Lebe das Leben und sorge dich nur um die wirklich wichtigen Dinge.

Und damit hat sie doch mehr als nur Recht. Wenn wir uns mehr darum kümmern, dass andere sich nicht unwohl in unserer Nähe fühlen, dann kümmern wir uns doch mehr um sie, als um uns. Wir machen unser Selbstwertgefühl abhängig von anderer Leute Meinung. Muss das sein?

"Nein", sagt Jessica Kane und spricht uns Frauen doch tatsächlich aus dem Herzen. Wir sollten uns viel öfter gut fühlen in unserer Haut. Nicht, weil sie anderen gefällt, sondern in erster Linie, weil sie uns gefallen muss. Und wir sollten aufhören, Frauen als 'mutig' zu bezeichnen, wenn ihr Aussehen, egal in welcher Facette, nicht dem vermeintlichen Schönheitsideal entspricht. Denn erst wenn wir sagen, "Oh schau, die ist aber mutig" machen wir sie zu einer Außenseiterin.

​Wir sollten also alle viel mehr wir selbst sein. Wir sollten tragen, was uns gefällt, worin wir uns wohl fühlen und von dem wir glauben, dass es uns schön macht. Denn wenn wir an uns und unsere Schönheit glauben, tun es mit Sicherheit auch die anderen. Und wenn nicht, dann ist das bestimmt nicht unser Problem!

von Anne Walkowiak