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Sie postete ein Foto ihrer Periode. Was dann geschah, macht uns sprachlos.

von Maike Schwinum Erstellt am 26. März 2015

Das soziale Netzwerk löschte das Bild der jungen Frau. Doch sie kämpfte, um ihr Recht, die unschöne Realität zeigen zu dürfen.

Rupi Kaur ist eine Studentin, Dichterin und Künstlerin aus Kanada. Als Teil eines Fotoprojekts für ihre Universität machte die junge Frau eine Reihe von Bildern zur Realität der Regelblutung und nannte ihr Projekt 'Periode'. Die Bilder zeigen Dinge und Situationen, die wohl jeder Frau bekannt vorkommen: Eine Wärmflasche für Unterleibsschmerzen, eine zusammengeknüllte Binde bevor sie in den Mülleimer geworfen wird, eine Waschmaschine mit fleckiger Wäsche.

Eines der Bilder aus der Serie aber sorgte besonders für Aufsehen. Denn Rupi postete es bei Instagram und nur kurzer Zeit später war ihr Foto gelöscht, mit der Begründung, dass es gegen die Richtlinien verstoße. Jene Richtlinien besagen, dass die Bilder nicht nackt, gewalttätig oder ähnliches sein dürfen. Dabei zeigte das Foto nichts Unnatürliches, sondern lediglich eine junge Frau, die im Bett liegt und Blutflecken an ihrer Hose und ihrem Laken hat.

Rupi versuchte,das Bild erneut hochzuladen, doch wurde erneut von Instagram gestoppt. Wutentbrannt wandte sie sich über ihren Blog und ihren Twitter-Account an die Öffentlichkeit. "Ich werde mich nicht dafür entschuldigen, dass ich mich nicht nach einer frauenfeindlichen Gesellschaft richte, die Frauen in Unterwäsche sehen möchte, aber mit einem kleinen Fleck nicht klar kommt", so die Studentin.

Tausende von Menschen im Internet waren sofort auf Rupis Seite und kämpften dafür, dass das Foto wieder veröffentlicht werden durfte - mit Erfolg! Das Bild ist heute wieder auf Rupis Instagram-Profil zu sehen und sie bedankte sich überschwänglich für die Unterstützung aus dem Internet.

​​Wir konnten über diese Geschichte nur den Kopf schütteln. Regelmäßig werden in sozialen Netzwerken, wie Instagram, Facebook und Co. Fotos von leicht bekleideten, teilweise sehr jungen Frauen gezeigt. Doch Bilder, die andere, ganz natürliche Seiten von Frauen zeigen, wie stillende Mütter oder ein kleiner Fleck auf einem Laken, sorgen sofort für gerümpfte Nasen und Zensur. Toll, dass Frauen wie Rupi dafür kämpfen, dass sich das ändert!