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Ihr werdet nicht glauben, was WIRKLICH hinter diesen vermeintlich schönen Bildern steckt

von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 2. November 2015

Viele träumen davon, ihr Hobby zum Beruf zu machen. Für das Internet-Model Essena ist dieser Traum zum Albtraum geworden. Heute kämpft sie gegen jene sozialen Netzwerke, die sie bekannt gemacht haben.

Vor drei Jahren beginnt die Australierin Essena O'Neill ihre Social Media Karriere. Damals ist sie gerade einmal 15 Jahre alt und neugierig, wie viel sie mit ein paar Fotos und Posts erreichen kann. Essena kommt gut an, mit knapp 580.000 Followern bei Instagram, 260.000 Abonnenten bei YouTube und weiteren 60.000 Fans bei Snapchat ist sie mehr als erfolgreich. Bis zum 27. Oktober 2015, denn an diesem Tag löscht die heute 18-Jährige unzählige Fotos. Sie hat genug von Social Media, genug von einer fingierten Realität und genug von ihrem unechten Leben.

Sie nennt ihren Instagram-​Account passenderweise um zu 'Social Media Is Not Real Life' (auf Deutsch: "Social Media ist nicht das echte Leben") und versieht die Bilder, die sie nicht gelöscht hat, mit neuen Beschreibungen. Statt zufälliger Schleichwerbung sehen ihre Follower heute, wie viel Arbeit, Planung und Geld wirklich hinter den augenscheinlich spontanen Schnappschüssen steckte.

"Mit 15 hatte ich das Bedürfnis, älter zu wirken und auszusehen. Ich wollte sexy sein. Nichts war mir wichtiger als Aufmerksamkeit."

"Bezahlte Schleichwerbung für einen Selbstbräuner. Habe nur Sportklamotten für das Foto an. Und wozu soll das anregen? Dass man dünn sein muss, um gesund zu sein? Dass man nur etwas wert ist, wenn man Glück hat und 'dünn' geboren wird? Dass man seinen Körper und sein Gesicht anmalen muss, um auf einem Foto gut auszusehen, für die 'reale Welt'? Wenn unsere Welt die echte ist, warum müssen wir unser Äußeres verändern? Soziale Erwartungen und soziale Zustimmung. Es geht beim Menschsein um mehr als 'heiß' auszusehen."

Neben ihrem veränderten Instagram-Auftritt schreibt Essena heute auch einen Blog. Auf 'Let's be Gamechangers' (auf Deutsch: "Lasst uns das Spiel verändern") hinterlässt sie persönliche Kommentare und Videos, in denen sie die Karriere kritisiert, die sie einst führte. "Ich war unglücklich, steckte fest, war uninspiriert und wütend. Ich hatte keinen Spaß daran, die Kunst zu erschaffen, etwas zu schreiben oder mich in irgendeiner Form auszudrücken, so wie ich es getan habe", schreibt die 18-Jährige.

Sie will anderen jungen Frauen und Mädchen zeigen, dass die glamouröse Welt, die sie einst verkörperte, alles andere als glamourös ist. Sie will ihnen die Augen öffnen und klar machen, dass es Wichtigeres im Leben gibt, als jung, sexy und super schlank auszusehen.

Wir finden, Essena tut gut daran, ihre Erfahrungen zu teilen. Gerade junge Mädchen lassen sich im heutigen Zeitalter der sozialen Medien von Ruhm und Reichtum blenden und verlieren sich schnell in schönen Bildern.​ Vielleicht kann Essena dem so ein bisschen entgegenwirken.

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Zitate fürs Leben © iStock
von Anne Walkowiak

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