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Er war nur 13 Jahre alt, als er sich wegen Mobbing das Leben nahm - sein Abschiedsbrief rüttelt auf

von Inga Back Veröffentlicht am 16. August 2016

Seine Mutter sagt: "Ich weiß nicht, wie mir das entgehen konnte. Warum ich meinen Sohn nicht retten konnte."

Danny Fitzpatrick ist nur 13 Jahre alt geworden. Er wurde, wie leider so viele Kinder, in der Schule von Mitschülern gemobbt und aufgezogen. So lange bis er es nicht mehr ertragen konnte und sich das Leben nahm. Er erhängte sich in seinem Zuhause in Staten Island, New York. Eine seiner drei Schwestern fand den toten Jungen wenige Zeit später.

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Danny hinterließ seiner Familie einen emotionalen Abschiedsbrief, in dem er von seinen Erlebnissen in der Schule erzählt und was ihn zu dem dramatischen Schritt bewegte:

"Erst war alles gut. Ich hatte viele Freunde, gute Noten und ein schönes Leben. Aber dann sind wir umgezogen und als ich zurückkam, war alles anders. Meine alten Freunde haben sich verändert, sie haben nicht mehr mit mir gesprochen, sie mochten mich nicht einmal mehr."

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Seine Mutter Maureen berichtet, dass seine Mitschüler ihn auch nach der Schule nicht in Ruhe ließen. Sie folgten ihm nach Hause und forderten ihn dazu auf, sich mit ihnen zu prügeln. Doch das wollte Danny nicht, erzählt seine Mutter amerikanischen Medien. "Mein Sohn wollte nur ein paar Freunde. Er brauchte einen Freund. Ein einziger hätte schon gereicht und dann glaube ich, wäre alles okay gewesen", so Maureen.

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Auch nachdem Dannys Eltern im Gespräch mit der Schulleitung standen, änderte sich nichts an der Situation, in der der 13-Jährige leben musste. Die Schule verwies auf Therapeuten und darauf, dass Kinder eben manchmal einfach grausam sein könnten. "Er wird darüber hinweg kommen", so die Aussage der Schule laut Dannys Vater.

Dannys Vater, Daniel, wendet sich nun in einem Facebook-Video an die Schule und die Eltern der anderen Kinder. Seine Botschaft ist die folgende:

"Alles, was ich sagen kann, ist: Ich hoffe, dass ihr niemals das erleben müsst, was meine Familie gerade durchmacht. Ihr könnt eure Kinder jede Nacht und jeden Tag in den Arm nehmen - für den Rest eures Lebens. Ich kann das nicht mehr. Keine Eltern sollten ihr Kind begraben müssen. Kein Kind sollte das durchstehen müssen, was mein Sohn durchmachen musste."

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Dannys Familie hat jetzt eine Crowdfunding-Seite eingerichtet, um für Dannys Beerdigungskosten aufkommen zu können. In nur drei Tagen hat die Familie ihr angesetztes Ziel bereits überschritten.

Mutter Maureen Fitzpatrick macht sich große Vorwürfe. "Ich weiß nicht, wie mir das entgehen konnte. Warum ich meinen Sohn nicht retten konnte. Mein Sohn müsste hier auf der Couch sitzen und die Geschichte selber erzählen", sagt die Mutter.

Es ist ein tragischer Vorfall, der hätte vermieden werden können. Stattdessen aber verlor ein hilflose Junge viel zu früh sein Leben. Wir sind in Gedanken bei Dannys Familie und hoffen, dass diese Geschichte Schulen und "Mobbern" auf der ganzen Welt die Augen öffnet.

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von Inga Back