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Kaiserschnitt-Mama: "Mein Körper hat mich NICHT im Stich gelassen."

Maike Schwinum
von Maike Schwinum Veröffentlicht am 24. August 2017
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"Mein Baby lebt, ich lebe und keine Narbe kann mir das jemals nehmen."

Bereits vor über zwei Jahren berichteten wir über das 'Honest Body Project'. Ein Projekt von Fotografin und Mutter Natalie McCain, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, echte Frauen und ihre Körper ungefiltert und ehrlich abzulichten. Mit ihren beeindruckenden Schwarz-Weiß-Fotos möchte sie zeigen, dass auch Spuren der Schwangerschaft einen Frauenkörper nicht weniger wertvoll und schön machen.

Ihr letzte Fotoserie von dem Projekt ist besonders inspirierend und trägt den Titel 'Mein Körper hat mich nicht im Stich gelassen.' Mit den Bildern erzählt Natalie die Geschichte von Jacqueline, die gerade ihr drittes Kind auf die Welt gebracht hat. Die Geburt war ein Kaiserschnitt - ebenso wie die Geburten ihrer ersten beiden Kinder.

Eine schwere Krankheit gefährdete ihren Kinderwunsch

Der Grund, warum Jacqueline alle drei ihrer Kinder per Kaiserschnitt auf die Welt bringen musste und ihre Narben nun im Fotoshooting der Welt zeigt, ist ein trauriger. Mit gerade einmal 24 Jahren wurde die Mutter mit schwerer Endometriose diagnostiziert. Nach etlichen Untersuchungen und OPs hat sie nun nur einen Eierstock und eine Eileiter.

"Man sagte meinem Mann und mir, es würde schwierig für uns sein, Kinder zu bekommen - wenn es überhaupt möglich wäre", erzählt Jacqueline. "Ein Jahr später, kurz vor unserer Hochzeit, beschlossen wir nicht mehr länger zu warten und es zu versuchen."

"Es hat vier Jahre gedauert bis ich mit meiner ersten Tochter schwanger wurde und nachdem ich fünf Tage lang in den Wehen lag, kam sie per Kaiserschnitt zur Welt", so die Dreifach-Mama. Doch die Tatsache, dass ihre Kinder alle so geboren werden, ist für Jacqueline eben nichts, wofür sie sich schämen oder worüber sie traurig sein muss, wie sie selbst erklärt.

"Mein Baby lebt, ich lebe."

"Ich höre viele Mütter darüber reden, dass sie sich wünschen, ihre Körper hätten sie nicht im Stich gelassen. Dass eine 'herkömmliche' Geburt besser gewesen wäre und sie sich fragen, wie es soweit kommen konnte. Ich kann euch sagen, dass ich keinen Kaiserschnitt geplant hatte. Ich wollte keinen Kaiserschnitt - aber mein Körper hat mich nicht im Stich gelassen. Mein Körper hat OPs, Tumore, drei Kaiserschnitte und schweren Verlust gesehen und mich trotzdem nicht im Stich gelassen. Mein Baby lebt, ich lebe und keine Narbe kann mir das jemals nehmen."

Auch Fotografin Natalie ist von Jacquelines Botschaft beeindruckt. Für sie ist es wichtig zu betonen, dass eine Art der Geburt nicht besser oder schlechter ist als eine andere. "Ihre Perspektive zum Kaiserschnitt ist wirklich inspirierend und erfrischend", so Natalie im Gespräch mit 'Popsugar'. "Es ist eine starke Botschaft und ich hoffe, andere Kaiserschnitt-Mütter finden darin Trost und Zuspruch."

Um mehr über das 'Honest Body Project' herauszufinden, schaut doch mal HIER vorbei.

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