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© Main Echo/Lina Bayer
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Ein Unfall nahm Lina das Leben, wie sie es kannte - doch aufgeben kommt für sie nicht in Frage

von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 28. April 2016

Ein schwerer Unfall nahm ihr fast das Bein und zerstörte ihre Karriere als Personal Trainerin. Doch aufgeben kommt für die junge Frau aus Hamburg nicht in Frage.

Lina Bayer ist Sportlerin durch und durch. Sie lebt für ihren Sport und für ihre Karriere als Personal Trainerin. Doch ein Unfall am 10. September 2015 stellt ihr Leben auf den Kopf. Das Leben, das sie bis zu diesem Tag führte, ist vorbei, ihre Fitness-Karriere vermutlich beendet.

Die 30-Jährige ist an diesem verhängnisvollen Septembertag mit ihrer Harley auf einer Landstraße bei Aschaffenburg unterwegs, als ein Auto sie frontal erfasst. Lina wird unter den Wagen geschleudert. Ihr Fuß und ihr Knie sind völlig zertrümmert. Ärzte kämpfen um Linas rechtes Bein. In einer Notoperation können sie es retten, doch die Verletzungen sind schwerwiegend.

© Main Echo/Lina Bayer

"Wenn man als Personal Trainer volle Leidenschaft in seinen Beruf steckt, jeden Tag 100 Prozent gibt und man dann bewegungsunfähig in einem Krankenhaus aufwacht, ist das hart. Ich musste erfahren, was ein 'Fixateur externe' bedeutet und wie es sich anfühlt, wenn alle zwei Tage in seinem Krankenbett ein Kompartmentsyndrom geschlossen wird. Man konnte schon fast sagen, dass der Rollstuhl eine Erlösung für das Bett war", erzählt Lina im Interview mit gofeminin. "Plötzlich bestimmten nicht mehr Motivation und Ehrgeiz meinen Alltag, sondern es waren Schmerzen, die einem die Grenzen zeigten. Das erstmal zu akzeptieren, war unheimlich schwierig."

Medikamente gehören von diesem Moment an zu ihrem neuen Leben. Einfachste Bewegungen werden zu einer schier unüberwindbaren Aufgabe. Doch Lina kämpft. Innerhalb von nur zwei Monaten schafft sie es aus dem Rollstuhl auf die Krücken. Ihr Wille ist groß. "Die Motivation geht immer von einem selber aus. Wenn ich mich aufgegeben habe, dann habe ich den Kampf an sich schon verloren, egal wie die Situation aussieht", so die Hamburgerin.

Doch die Schäden an Fuß und Knie sind irreparabel. Vermutlich wird Lina nie wieder als Personal Trainerin arbeiten können. "Es steht auf jeden Fall im Raum, dass ich keine bis wenig Chancen habe, meinen Beruf, wie er war, noch einmal auszuführen", so Lina. "Was kann eine Alternative sein, wenn man den Traumjob schon hatte?"

Nach vielen Monaten Rehabilitation sind die Fortschritte, die Lina macht, nunmehr nur noch klein. Ein Alltag ohne Gehhilfe ist bisher undenkbar. Noch immer droht ihr rechter Fuß steif zu werden. Am 20. April hatte Lina bereits eine weitere Operation. Die war nach Aussagen der Ärzte erfolgreich. Wie erfolgreich, weiß Lina aber erst in ein paar Wochen. Bis dahin ist sie abermals ans Bett gefesselt und darf ihr Bein nicht bewegen. Doch es sind ihr Wille und ihr Kampfgeist, die sie antreiben. "Der Kampf wird im Kopf entschieden", so die 30-Jährige.

Wenn ihr Lina aus Hamburg helfen wollt, teilt ihre Geschichte und unterstützt sie dabei, ihre Firma aufrecht erhalten zu können. Sie sucht im Moment akut nach ganz alltäglichen Dingen - zum Beispiel nach einer behindertengerechten Wohnung oder nach einem Auto mit Automatik-Getriebe. Außerdem sucht sie weiterhin nach den besten Spezialisten für Trümmerbrüche, denn ihren Traumberuf hat sie noch nicht aufgegeben.

Seht hier Linas Hilferuf im Video:

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von Anne Walkowiak