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Meine Katze kastrieren lassen: Wie und warum?

von der Redaktion Veröffentlicht am 11. Juni 2014
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Wenn Sie für Ihre Katze keine Fortpflanzungspläne haben wird eine Operation von den Tiermedizinern wärmsten empfohlen. Warum, das erklärt uns unser Experte, Dr. Alain von Allmen, Tierarzt in der Tierarztpraxis Amivet in Neuchâtel.

Was passiert, wenn ich meine Katze nicht kastrieren lasse?

Ein nicht kastrierter Kater wird er alles tun um ein rolliges Weibchen zu finden. „Er wird mit den anderen Katern kämpfen, sich verletzten, sich beissen lassen, mit eingerissenen Ohren nach Hause kommen, etc.“ erklärt uns Dr. Allmen. Das ist einer der Hauptgründe, warum die Besitzer sich für die Kastration entscheiden – es sei denn sie haben den konkreten Wunsch, dass ihr Kater Nachkommen erzeugt.
Ein weiterer „Nachteil“ nicht kastrierter Kater: Sie markieren ihr Revier, was für seine Herrchen unangenehm sein kann. „Ein „ganzer“ Kater hinterlässt seinen Urin an Säulen, Wänden, Möbeln... oft möglichst hoch, um das Weibchen glauben zu lassen, er sei gross“ erklärt unser Experte. Man darf dabei nicht vergessen, dass der Urin eines nicht kastrierten Katers einen extrem starken Geruch hinterlässt und sogar in den Augen stechen kann, während der Urin eines kastrierten Katers ähnlich wie der des Menschen riecht. Und vor allem: Ein jung kastrierter Kater verliert normalerweise den Reflex, sein Revier zu markieren!

Eine nicht kastrierte Katze ist mit 10 Monaten bereits rollig, und das 10 Tage lang. Wenn sie kein Männchen findet kann sie 3 Wochen später erneut rollig sein. „Die Katze strebt einen Wurf im Mai an, ihre sexuelle Aktivität erreicht also im März ihren Höhepunkt“ betont der Tierarzt. Und dann wieder im Juli, für einen Wurf im September, usw. „Eine Katze kann drei Würfe pro Jahr gebären, das kann für sie körperlich sehr anstrengend sein, durch die Geburten und das Säugen. Das ist auch ein Problem für die Besitzer, die für die kleinen Kätzchen Abnehmer finden müssen“, führt unser Experte fort. Wenn man nicht möchte, dass die Katze eine reiche Nachkommenschaft bildet, ist die definitive Kastrierung also die beste Lösung. Das erspart es der Katze auch zu leiden falls sie sich nicht paaren kann.

Wann sollte ich meine Katze kastrieren lassen?

Zur Kastration wird mit 6 Monaten geraten. „Die Operation ist in der Tat einfacher wenn die Katze noch nicht rollig gewesen ist (ihre Blutgefässe sind kleiner) aber bereits den Metabolismus einer erwachsenen Katze besitzt und die Anästhesie verkraften kann“, erklärt uns Dr. Alain von Allmen. Wenn die Katze, nach einer ausgiebigen Untersuchung (Atmung, Herzfrequenz, Hydratation, Gewicht, ...) erst einmal für die Operation vorbereitet ist dauert der Eingriff selbst zwischen 10 Minuten (für erfahrene Tierärzte) und 1 Stunde (für jüngere Ärzte). Danach folgt eine Aufwachphase unter der Aufsicht einer Krankenschwester.

Bei den Weibchen besteht die Operation darin, die Eierstöcke zu entfernen. Bei den Männchen werden, direkt unter dem Schwanz, die Hoden entfernt. Das Männchen darf dazu 12 Stunden vor der Operation nichts zu sich nehmen, das Weibchen 36 Stunden, damit die Nahrungsmittel den Tierarzt nicht beim Eingriff in der Bauchregion stören. „In unserer Klinik werden die Katzen morgens bei uns abgegeben und können dann zwischen 17h und 18h wieder abgeholt werden und abends ihre Mahlzeit normal zu Hause einnehmen“, präzisiert unser Experte.

Und nach der Kastration?

Die Wachstumskurve der Katze steigt bis zum Alter von 6 Monaten stark an und flacht dann bis zu ihrem 1. Lebensjahr ab. „Eine kastrierte Katze braucht weniger Kalorien (10 oder 15% weniger), man muss ihr also entweder spezielles Trockenfutter geben oder die Futtermengen verringern. Wichtig ist zu beachten, dass Ihre Katze am liebsten mehrmals pro Tag frisst: ca. 12 Mal“ betont der Tierarzt. Eine spezielle Ernährung ist also eine gute Möglichkeit, die Energiezufuhr Ihrer Katze zu kontrollieren, die einen reduzierten Metabolismus und eine geringere Aktivität aufweisen wird, während ihr Appetit zunehmen wird! Wenn Sie einfach die herkömmlichen Futterrationen Ihrer Katze verringern läuft diese Gefahr, unter Protein-, Vitamin- oder Mineralmangel zu leiden.

Die Produktreihe Sterilcat von unserem Partner Purina One ist perfekt auf die Bedürfnisse einer kastrierten Katze abgestimmt. Je nach Geschmack Ihres Stubentigers ist Sterilcat mit Rind oder Lachs, in Form von Kroketten oder als Nassfutter erhältlich. Beide Rezepturen sind perfekt ausgewogen und präsentieren dieselben Vorteile für die Gesundheit Ihrer Katze.
Diese Super-Premium-Ernährung garantiert einen hohen Fleisch- bzw. Fischgehalt sowie eine ausgezeichnete Assimilierung der Nährstoffe. Ballaststoffe unterstützen dabei die Verdauung. Der Gehalt von Proteinen (hoher Bedarf) und Fetten (verminderter Bedarf) ist perfekt kontrolliert, zudem fördert die Produktereihe Sterilcat dank einer verminderten Mineralkonzentration die Gesundheit der Harnwege. Das ist essentiell, denn bei einer kastrierten Katze ist das Risiko einer Harnsteinbildung erhöht: Aufgrund ihrer verringerten Aktivität trinkt die Katze weniger und läuft noch dazu Gefahr übergewichtig zu werden. Ein besonders aktives Mineral in den Sterilcat-Produkten ermöglicht es zudem, die Zahnsteinbildung um bis zu 40% zu verringern. Nebenbei trägt die Bewahrung des idealen Körpergewichts zum Schutz von Gelenken und Beweglichkeit bei.
Warten Sie also nicht länger und bieten Sie Ihrer Katze eine gesunde 5-Sterne-Kost!


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