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Darf er das? SO krass kritisiert dieser Lehrer Kinder und Eltern von heute

von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 6. März 2017
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Für die Veränderungen, die er bei den Kindern bemerkt, findet er klare Worte.

Jede Generation von Eltern will ihre Kinder besser erziehen als die Generation vor ihr. Vor allem wollen Eltern vieles anders machen als die eigenen Eltern. Es soll den Kindern "besser" gehen, sie sollen mehr Freiheiten und Möglichkeiten haben und dabei der Mensch sein dürfen, der sie sein wollen. Doch den Individualismus, den Eltern in ihren Kindern fördern, empfindet ein schwedischer Lehrer als negativ.

​Seit fast 18 Jahren unterrichtet Jonas Harryson Kinder. Ihm ist aufgefallen, dass Eltern ihre Kinder über die Jahre immer mehr verwöhnen. Das fiel ihm irgendwann so negativ auf, dass er in einem Facebook-Post an die Eltern appellierte und sie aufforderte, Kindern 3 seiner Meinung nach grundlegende Benimmregeln und Umgangsformen beizubringen.

1. Kinder können immer schlechter mit Langeweile umgehen, sie müssen durchgehend irgendwie beschäftigt werden. Bitte hört auf, eure Kinder durchgehend mit irgendetwas zu beschäftigen. Es ist nicht schlimm, wenn sie sich mal langweilen. Wenn man nie Langeweile kennenlernt, bringt auch irgendwann der "Spaß" selbst keinen Spaß mehr.

2. Ich habe schon viele Eltern kennengelernt, die sooo stolz darauf sind, dass ihre Kinder bereits vor der Vorschulzeit lesen und rechnen können. Lesen und rechnen lernen sie schon noch früh genug, bringt ihnen stattdessen lieber bei, wie man richtig spielt und ein guter Freund ist.

3. Kindern fällt es immer schwerer Dankbarkeit zu zeigen - sowohl Erwachsenen als auch Kindern gegenüber. Stattdessen werden nur Fragen gestellt wie "Darf man sich nur EINS nehmen?!" - Was ist aus dem DANKE geworden? Danke für das Essen, danke fürs Fahren usw.

Ich selbst habe keine Kinder (noch nicht), aber wenn es so weit ist, werde ich ihnen beibringen zu spielen, ein guter Freund zu sein, Dankbarkeit zu zeigen und hin und wieder auch mal Langeweile zu haben. Sobald sie das gelernt haben, können sie auch anfangen, rechnen und lesen zu lernen.

Jonas Harryson scheint mit seiner Meinung ganz und gar nicht allein zu sein, denn sein Post wurde mittlerweile über 17.000 Mal geteilt. Viele pflichten Jonas bei, dass Eltern ihre Kinder heute zu sehr verwöhnen, auch wenn sie es natürlich nur gut meinen.

Wie seht ihr das? Stimmt ihr Jonas zu oder seid ihr der Meinung, dass sich Eltern in ihrem Erziehungsstil nur den Gegebenheiten anpassen und die Kinder später davon profitieren?

Ein bisschen Nostalgie: Wie viele davon kennt ihr noch?

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von Anne Walkowiak 816 mal geteilt