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Schaufensterpuppe zu dünn? So brachte eine Frau eine Modemarke zum Umdenken

von Maike Schwinum Veröffentlicht am 28. Juli 2015

Nachdem eine Kundin im Laden unrealistische Schaufensterpuppen entdeckt, macht sie ihrem Ärger auf Facebook Luft - mit Erfolg!

Als die Britin Laura Berry sich kürzlich aufmachte, um sich eine Jeans zu kaufen, erschrak sie ein wenig, als sie die Schaufensterpuppen sah, die die Modemarke 'Topshop' in seinem Laden präsentierte. Denn die Puppen, an denen Jeans für die Kunden präsentiert wurden, waren laut Laura "lächerlich geformt", mit extrem dünnen und langgezogenen Gliedmaßen.

Um ihrem Ärger Luft zu machen, wandte sich Laura über Facebook an Topshop und schrieb ihnen:

"Ihr seid euch sicherlich bewusst, dass wir das Jahr 2015 haben. Eine Zeit, in der wir uns hoffentlich der gefährlichen und unrealistischen Vorbilder bewusst sind, die die Modeindustrie vorzeigt. (...) Ich würde liebend gerne hören, wie ihr eine solch winzige Schaufensterpuppe in eurem Laden begründen könnt? Wir kommen in allen Formen und Größen. Es ist absolut nichts verkehrt an der Figur, die man von Natur aus hat. Ich glaube daran, dass wir uns alle in unserer Haut wohlfühlen sollten. Genau deswegen ist diese Puppe so lächerlich geformt. (...) Um ehrlich zu sein, glaube ich, dass viele intelligente, starke und wunderschöne Frauen jeden Alters sich wegen eurer Schaufensterpuppen und Werbung verunsichert und schlecht fühlen. (...) Vielleicht ist es an der Zeit, dass ihr euch für den Eindruck, den ihr auf junge Frauen und Mädchen macht, verantwortlich zeigt und ihnen helft, sich besser und selbstbewusster zu fühlen - anstatt sie mit diesen lächerlichen Standards zu konfrontieren. (...) P.S. Nur damit ihr Bescheid wisst: Nachdem ich dieses Bild gemacht habe, habe ich meine Beine in Größe 38/40 genutzt, um geradewegs aus eurem Laden zu stolzieren."

In kürzester Zeit erhielt Lauras Post tausende Likes und erweckte bald auch die Aufmerksamkeit des Modelabels. Topshop schickte der jungen Frau eine private Email, doch machte die Erklärung dann auf Lauras Wunsch hin auch öffentlich. Der Laden erklärte, dass sie nach Beschwerden von Laura und vielen anderen Kunden beschlossen haben, diese "Art" von Schaufensterpuppe nicht mehr zu verwenden. "Wir halten es für wichtig, eine gesunde Figur zu präsentieren", so Topshop.

Angeblich trage die Puppe Kleidergröße 38, doch sei viel größer als viele Frauen und sei außerdem "stilisiert", um mehr aufzufallen. Viele Nutzer glaubten dem Statement des Ladens nicht und zweifelten daran, dass die Puppe wirklich Größe 38 habe. Andere Kundinnen hingegen verstanden die Aufruhr um die Schaufensterpuppen nicht und fanden die ganze Geschichte gar nicht so schlimm.

Laura hat nun sogar online eine Petition gestartet, um standardisierte Größen in der englischen Modeindustrie durchzusetzen. "Ich denke als Einzelhändler hast du natürlich das Recht, für deinen eigenen Markt zu werben und Teile zu designen", so die Britin. "Designst und verkaufst du allerdings alle Größen, dann musst du auch die Verantwortung akzeptieren, ALLE Größen zu bewerben."

Wir wollen eure Meinung wissen! Wie steht ihr zu der Diskussion um zu magere Schaufensterpuppen? Ist das alles viel Theater um nichts oder ein echtes Problem?

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von Maike Schwinum