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© Facebook / Dan Majesky
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Ergreifend-ehrlicher Post eines Mannes über den verzweifelten Wunsch, ein Baby zu bekommen

von Diane Buckstegge Veröffentlicht am 23. Mai 2016

"Hast du eine Minute Zeit?" Es dauert zwar ein bisschen länger als eine Minute, aber die Zeit solltet ihr euch nehmen!

Es lohnt sich. Wirklich. Dan Majesky startet seinen Facebook-Post mit den Worten "Hast du eine Minute Zeit?" und beschreibt dann - unglaublich ehrlich und berührend - von den Erfahrungen, die seine Frau Leah und er mit der Erfüllung ihres Babywunsches hatten.

Dans Worte gehen ans Herz. Selbst wenn man seine Erfahrungen nicht gemacht hat, kann man sich dennoch vorstellen, wie schrecklich die letzten Jahre für ihn und seine Frau waren. Wie sehr sie unter den gescheiterten Versuchen gelitten haben. Wie das letzte Fünkchen Hoffnung irgendwann verschwunden ist. Am Ende gibt es zum Glück einen Hoffnungsschimmer ...

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Für alle, die keine Zeit für den ganzen Post haben, haben wir die wichtigsten Stellen herausgezogen:

Hast du eine Minute? Ich habe eine lange Geschichte zu erzählen. Leah und ich haben über drei Jahre versucht schwanger zu werden. Ich weiß gar nicht genau, ab wann wir nicht mehr verhütet haben. Wir hatten keinen Plan, hatten nur entschieden, dass es schön wäre, wenn wir ein Baby bekommen würden. Doch dann wurden wir nicht schwanger.

Dan schreibt, dass sie sich erst nichts dabei gedacht hatten, irgendwann doch zum Arzt gegangen sind, er alles gecheckt hat und zu dem Schluss kam: Beide sind gesund, einer Schwangerschaft steht nichts im Weg. Leah startet eine Hormontherapie, die für beide eine kleine Herausforderung ist. Nach einer Weile versuchen sie es mit künstlicher Befruchtung, auch das wenig erfolgreich. Das schlimmste ist für die beiden die ganze Warterei:

Du wartest. Dann setzt eine leichte Blutung ein und du weißt nicht, ist es eine einfache Blutung, die für eine Schwangerschaft spricht oder doch die Periode? Du weißt es nicht und wartest weiter ab. Und wartest. Manchmal setzt die Periode ein und du fängst wieder von vorn an. Manchmal bleibt sie aus, doch der zweite Streifen auf dem Schwangerschaftstest erscheint auch nicht. Wieder nicht schwanger.

Neben der Warterei ist es für die beiden schlimm zu sehen, dass alle Freunde um sie herum schwanger werden. Selbst die kleinen Cousinen, einfach jeder. Nach vielen erfolglosen Versuchen dann ein Hoffnungsschimmer:

Du gehst zwei Wochen später für den Bluttest zum Arzt und sie sagen dir, dass du schwanger bist. Du weinst. Große, dicke Tränen der Erleichterung. Dann drehst du durch, denn ganz ehrlich, du hast die Hoffnung schon vor Monaten verloren und jetzt plötzlich kommt doch ein Baby. Wochen später hast du die erste Ultraschalluntersuchung und da ist es. Eine Kaulquappe mit einem riesigen Kopf. Da ist ein Gehirn und das Herz schlägt und es ist plötzlich alles so wahr.

Man freut sich mit Dan, ist froh, dass alles ein gutes Ende genommen hat, doch dann liest man weiter und stockt:

Und dann bist du plötzlich nicht mehr schwanger. Die Zeit ist für mich schon einige Male stehengeblieben: bei einem Autounfall, beim Fallen von einem Zaun oder einem Mountainbike-Unfall. Doch nie habe ich mich so machtlos gefühlt wie in dem Moment, als uns gesagt wurde, dass unser Baby tot ist. Ich bin ein logischer Mensch. Ich verstehe Wissenschaft und Biologie. Ich weiß, dass es nur ein Fötus war und kein Baby. Aber es war mein Baby. In meinem Kopf, in meinem Herzen. Ich habe mir schon vorgestellt wie es wohl ist, wenn es älter wird, wenn es seine eigenen Kinder hat. Doch - woosh - auf einen Schlag ist alles vorbei.

Auch wenn man selbst ein solches Leid noch nie erleben musste, kann man sich vorstellen, wie es Dan und Leah geht. Wie sehr sie gelitten haben. Nach all den erfolglosen Versuchen schwanger zu werden, dann auch noch eine Fehlgeburt verkraften zu müssen. Doch es geht noch weiter und endlich kommen positive Nachrichten:

Wir sind schwanger. Nicht, dass wir das am Anfang geglaubt hätten. Drei Ultraschalltermine später habe ich den Herzschlag gehört, wie ein Kolobri, einfach nur wunderschön.

Was uns besonders gut gefällt: Trotz all der schweren Momente weiß Dan genau, dass sein Schicksal nicht das einzige dieser Art ist. Er schreibt weiter, dass er weiß, dass es vielen genauso geht. Dass viele nicht so viel Glück hatten wie er und Leah. Dass sie nie einen positiven Schwangerschaftstest in den Händen halten durften. Er endet seinen langen Post mit den Worten:

Es ist ein Mädchen - nicht, dass das Geschlecht relevant wäre. Aber wir werden ein kleines Mädchen bekommen! Ich bin sprachlos. Wir sind sprachlos. Wir sind schwanger.

Und wir halten die Daumen, dass das kleine Mädchen gesund zur Welt kommt und Dan und Leah ihr wohlverdientes Happy End erleben.

Habt ihr Ähnliches erlebt? Schreibt uns eure Erfahrungen auf Facebook!

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von Diane Buckstegge

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