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Nicht alle fülligen Frauen leben ungesund: Diese Fotografin räumt mit Vorurteilen auf

von Maike Schwinum Veröffentlicht am 7. August 2015

Die brasilianische Fotografin Mariana Godoy kämpft mit ihren Bildern gegen Vorurteile und für mehr Akzeptanz gegenüber molligen Frauen.

Wir leben in einer Zeit, in der das Size-Zero-Schönheitsideal langsam aber sicher abgelöst wird. Die Akzeptanz für Frauen jeder Form und Größe wächst, auch durch Kampagnen und Initiativen die die Message "Jede Frau ist schön" um die Welt tragen. Eine der jüngsten Initiativen für mehr Akzeptanz für unterschiedliche Körperformen kommt von der brasilianischen Fotografin Mariana Godoy.

Die Fotografin schießt Bilder von kurvigen und molligen Frauen in ihrer Unterwäsche oder oben ohne, um mit ihnen gegen Vorurteile zu kämpfen. Die Fotoserie trägt den Titel "Empoderarte-me", was zu Deutsch soviel bedeutet wie: "Stärke mich." Wie Mariana im Gespräch mit der 'Cosmopolitan' erzählt, sind Vorurteile und Klischees gegenüber fülligeren Frauen in Brasilien besonders hartnäckig. Mit ihrer Arbeit hofft sie, dies ändern zu können. Bisher erhielt sie viel Lob und etliche positive Reaktionen auf die Bilder.​

© Instagram / Mariana Godoy

"Ich entschied, sie in Unterwäsche zu zeigen, weil Bilder von Frauen dieser Größe in Unterwäsche selten sind", so Mariana. "So ist es eine Form des Protests. Ich denke, wenn man die Bilder sieht, erkennt man das Selbstbewusstsein der Frauen darin. Diejenigen, die sich ohne Oberteil zeigen, haben sich selbst dafür entschieden. Sie wollten selbst entscheiden, wie sie die Liebe zu ihrem Körper darstellen."

Weiter erklärt die Brasilianerin: "Ich möchte beweisen, dass nicht alle übergewichtigen Menschen Gesundheitsprobleme haben. Auch eine schlanke Person kann sie haben. Fit und gesund sein hat nichts mit der Größe zu tun." Mariana möchte zeigen, dass alle Körper schön sind und wir unsere Vorurteile einander gegenüber beilegen sollten.

Wir finden die Aktion super, denn jede Frau sollte sich in ihrem Körper wohlfühlen dürfen und sich nicht von Vorurteilen verunsichern lassen. Aber natürlich spielt auch die Gesundheit eine wichtige Rolle.

Mehr über das Projekt könnt ihr auf Mariana Godoys Facebook-Seite erfahren!

von Maike Schwinum