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© Facebook / Josh Cyganik
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Das Haus dieses Rentners ist völlig heruntergekommen - bis EIN Mann eingreift

von Maike Schwinum Veröffentlicht am 11. August 2015

Diese Geschichte beweist eindrucksvoll, was Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe bewirken kann.

Der Amerikaner Josh Cyganik, der als Streckenwärter für die Eisenbahn arbeitet, kommt jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit am Haus von Leonard Bullock vorbei. Und jeden Tag winkt er dem 75-jährigen Rentner, der mit seiner Frau Dorothy in einem Haus lebt, dessen Fassade immer mehr bröckelt. Das Ehepaar kann es sich nicht leisten, das Haus neu zu streichen. Doch all das ahnt Josh in den vier Jahren, in denen er täglich das Haus passiert, nicht.

"Er sitzt fast den ganzen Tag lang auf seiner Veranda vor dem Haus", erzählt Josh im Interview mit 'Union Pacific Railroad'. "Ich habe nie zu ihm gesprochen, bis ich hörte, was einige Teenies über ihn sagten." Denn vor wenigen Wochen überhört Josh im Vorübergehen, wie ein paar Teenager lauthals über Leonards Haus herziehen. Sie sagen, man solle es doch einfach niederbrennen. Sofort erkennt Josh, wie sehr Leonard von den Worten getroffen ist - also beschließt er, etwas zu tun. Er postet einen Aufruf bei Facebook.

An meine Freunde! Vor einigen Wochen war ich auf der Arbeit und hörte, wie zwei Teenager an diesem Haus eines alten Mannes vorbeigingen. Er sitzt jeden Tag auf seiner Veranda. Sie waren vor dem Haus und sagten lauthals, "Schau dir dieses schreckliche Haus an. Sie sollten es einfach niederbrennen." Ich schaute zu dem alten Mann, der mit gesenkten Kopf auf der Veranda saß, und das brachte mich zum Nachdenken. Ich ging zu Brian Christensen und fragte ihn, ob er Farbe spenden würde, um das Haus zu streichen. Er stimmte zu. Also frage ich euch, ob irgendjemand bereit wäre, diesen Samstag freiwillig Zeit zu opfern, um das Haus dieses Mannes zu streichen."

Als Josh alles geplant hat, erzählt er Leonard von seinen Plänen. Der Rentner ist außer sich vor Freude. Und nicht nur das: Der Facebook-Post hat mittlerweile so viel Aufmerksamkeit generiert, dass er über 6.000 Mal geteilt wurde. Am besagten Termin der Renovierung erscheinen dann sogar über 100 Menschen, um beim Streichen zu helfen. "Es war einfach eine tolle Stimmung", erzählt Josh. "Alle waren glücklich und aufgeregt."

Die Menschen, die nicht zum Streichen kommen konnten, spenden auf andere Weise ihre Hilfe. Sie bringen den Helfern Essen und Trinken und sogar neue Möbel für Leonard und Dorothy. Das Haus des 75-Jährigen und seiner Frau hat sich innerhalb eines Tages von einem bröckligen Türkis-Weiß in ein kräftiges und wunderschönes Braun verwandelt. Der Vergleich zu vorher ist beeindruckend.

"Für mich ging es um Respekt", erklärt Josh sein Vorgehen. "Mir wurde beigebracht, dass man Ältere respektieren und den Menschen helfen soll, die weniger haben, als man selbst. Leonard kann jetzt für den Rest seines Lebens auf seiner Veranda sitzen und muss sich nicht mehr für sein Haus schämen." Doch trotz allem Lobes für die tolle Aktion, glaubt Josh nicht, dass er ein Held ist. "Ich habe etwas überhört, was mich gestört hat. Jeder andere Mensch hätte dasselbe getan."

Leonard und Dorothy jedenfalls sind überglücklich über ihr neues Zuhause. Und uns lehrt diese Geschichte eine ganze Menge über Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft und das Gute, was eine Gemeinschaft für den Einzelnen tun kann.

von Maike Schwinum