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Shitstorm für Zara: Diese Models sollen "kurvig" sein?! Warum wir uns verarscht fühlen...

von Maike Schwinum Veröffentlicht am 2. März 2017

Über diesen Fauxpas der Modekette diskutiert nun das ganze Netz.

Die irische Comedian und Radiomoderatorin Muireann O'Connell war ziemlich schockiert, als sie ein neues Werbeplakat von Zara entdeckte. So sehr, dass sie es gleich mit der Botschaft, 'Wollt ihr mich verarschen, Zara?' auf Twitter teilte. Der Grund wird ziemlich schnell deutlich, wenn man sich das Plakat in seiner Gänze anschaut.

Darauf zu sehen sind zwei gewohnt schlanke Models, die über die Schulter in die Kamera blicken. Dazu der Slogan: "Love your curves." Zu deutsch: "Liebe deine Kurven." An sich ist das eine gute Botschaft, die wir definitiv so unterschreiben würden, aber im Zusammenhang mit den zwei XS-Models kommt man nicht umhin sich zu wundern, was sich Zara dabei gedacht hat.

Denn unter "kurvig" verstehen wohl die meisten von uns - vor allem die meisten Frauen - etwas ganz anderes. Die Models auf dem Plakat sind hübsch und schön anzusehen, keine Frage. Aber bei dem Slogan sind sie einfach fehl am Platz. Denn solche Körper als kurvig zu bezeichnen, führt vor allem dazu, dass andere junge Mädchen sich anschauen und denken: "Wenn DIE kurvig sind, was bin dann ich?!"

Solche Gedankengänge sind nicht nur falsch, sondern sogar im schlimmsten Fall schädlich. Das sahen auch etliche Internetnutzer so, die den Post von O'Connell entdeckten. "Das ist genau die Art von Werbung, die meine Tochter glauben lässt, sie wäre mit Größe 36 zu dick", schreibt eine Userin.

"Obwohl ich schon denke, dass schlanke Frauen kurvig sein können, wird diese Werbung keinen guten Einfluss auf junge Mädchen haben", meint eine andere. Wieder andere machen einen Witz aus der Sache und kommentieren beispielsweise: "Ich habe schon mehr Kurven bei einer von der EU zugelassenen Banane gesehen."

Natürlich geht es bei der Kritik an dieser Werbung nicht darum, dünne oder schlanke Mädchen zu kritisieren. Viel mehr geht es darum, dass vielleicht mehr Vielfalt gezeigt werden sollte, wenn es darum geht, jungen Mädchen beizubringen, ihre Körper zu lieben und zu akzeptieren wie sie sind. Was meint ihr?

Die Modekette Zara selbst hat sich übrigens bisher nicht zu der Kritik geäußert.

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Robyn Lawley © Instagram / Robyn Lawley
von Maike Schwinum