Home / Buzz / Beliebt im Netz / Öffentlich bloßgestellt, weil sie ihren Sohn stillte - So wehrt sich eine Mutter gegen den Täter

© facebook.com/ conner.kendall
Buzz

Öffentlich bloßgestellt, weil sie ihren Sohn stillte - So wehrt sich eine Mutter gegen den Täter

von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 1. Juni 2015

Und wieder wird über Stillen in der Öffentlichkeit diskutiert...

Conner Kendall traute ihren Augen nicht, als sie ein Bild von sich auf Facebook und Instagram entdeckte. Ein völlig fremder Mann hatte sie fotografiert, während sie ihren Sohn in einem Restaurant stillte. Conner hatte nicht bemerkt, dass sie fotografiert wurde, und war deshalb um so erschrockener, als sie das Foto von sich im Internet entdeckte. Der Fremde hatte das Bild auf Facebook und Instagram veröffentlicht und wollte offen über das Thema "Stillen in der Öffentlichkeit" diskutieren.

​Ok, ihr Mütter da draußen... Ich weiß, wenn ein Kind hungrig ist, braucht es etwas zu essen. Ich will von euch einfach wissen, ist DAS angebracht oder nicht, während ich versuche mein Essen zu mir zu nehmen? Es sind auch kleine Kinder hier. Ich verstehe ja, dass man sein Kind auch in der Öffentlichkeit stillen muss, aber könntet ihr nicht wenigstens eure Brüste bedecken?! Ich brauche euren Input!

Die junge Mutter war sehr bestürzt über das, was sie unter dem Post des unbekannten Mannes lesen musste. "Die Kommentare unter dem Post waren sehr beleidigend und bestürzend, nicht nur für mich, sondern für jede früher, aktuell oder zukünftig stillende Mutter", so schreibt Conner in einem offenen Brief bei Facebook. "Diese Tat hat mich wirklich getroffen, denn ich habe ihn in keinster Weise gestört. Was hat ihn also angetrieben, mich so zu entwürdigen?"

Conner Kendall wollte die Diskriminierung und Beleidigungen nicht einfach auf sich sitzen lassen. Sie kontaktierte den Macher des Bildes. Auch wenn sie wusste, dass sie diesem Mann keine Erklärung schuldig war, versuchte sie, ihm ihre Sicht der Dinge darzulegen und berief sich vor allem auf eines: ihr Recht. Denn es ist gesetzlich festgelegt, dass Mütter ihre Kinder überall und jederzeit stillen dürfen. Und weil sie eben nun in einem Restaurant war und ihr Sohn hungrig war, drehte sie sich von den anderen Gästen weg, legte ihr Kind an und bedeckte sich sofort, als ihr Sohn satt war.

​Dass ein Mann, der drei Tische weiter weg saß, sich daran stören würde, daran hätte sie im Leben nicht gedacht. Dem Fotografen gab sie deshalb einen wichtigen Ratschlag mit auf den Weg: "Ich empfehle Ihnen wirklich, mehr über das Thema Stillen zu lernen. Brüste sind dazu da, unsere Kinder zu ernähren. Es ist die Gesellschaft, die sie zu etwas Sexuellem gemacht hat." Außerdem empfahl sie dem Fremden, dass er sich beim nächsten Mal einfach abwendet, wenn er es nicht ertragen kann, wie sich eine Mutter um ihr Kind kümmert.

Eine Antwort des Möchtegern-Paparazzo gab es tatsächlich auch. Er schickte Conner eine private Nachricht mit einer sehr kurzen Entschuldigung, von der Conner Kendall schreibt, dass sie ihr sehr heuchlerisch vorkam. Öffentlich hat der Mann sich bis heute nicht entschuldigt.

Wir finden, Conner Kendall hat alles Recht der Welt, sich gegen diese Internethetze zu wehren. Es ist eine bodenlose Frechheit, dass der Mann ein Foto von ihr und ihrem Sohn gemacht hat und noch dreister, dass er dieses Bild einfach veröffentlicht hat.

von Anne Walkowiak

Das könnte dir auch gefallen