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Ein Kaiserschnitt ist die "einfache" Geburt? Diese Mutter macht dazu eine klare Ansage

von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 17. November 2016

"Es ist bestimmt nett, sein Kind auf so leichte Weise zu bekommen."

Als Raye Lees Kind mit Hilfe eines Notkaiserschnitts auf die Welt geholt wird, ist die Mutter einfach nur froh, dass es ihrem Säugling gut geht. Als sie sich im Anschluss daran aber anhören muss, dass das ja gar keine richtige Geburt ist und lediglich der "einfach Weg" um ein Kind auf die Welt zu bringen, da platzt ihr der Kragen.

In einem ehrlichen und sehr treffenden Facebook-Post macht sich die Mutter Luft und gibt allen, die glauben, ein Kaiserschnitt sei keine echte Geburt, einen ordentlichen Denkzettel.

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"Ach, ein Kaiserschnitt? Dann hast du ja gar keine echte Geburt gehabt. Muss nett gewesen sein, den einfachen Weg gehen zu können."

Ah, ja. Mein Notkaiserschnitt war absolut eine Entscheidung aus Bequemlichkeit. Es war wirklich sehr angenehm, 38 Stunden in den Wehen zu liegen bevor mein Baby unterversorgt war und jede Wehe buchstäblich sein Herz aussetzen ließ.

Erst zu hören, dass die Geburt gut voranschreitet und ich offensichtlich keinen Kaiserschnitt benötigen würde und dann zu hören, dass ich für eine große Unterleibsoperation vorbereitet werden würde, war wirklich gar kein Problem für mich. Die Entscheidung hatte wirklich absolut nichts damit zu tun, dass ich physisch nicht in der Lage war ein gesundes Kind auf die Welt zu bringen. Oh, und diese OP ist wirklich fast nichts und man erholt sich ganz einfach davon.

FALSCH - das ist alles Sarkasmus.

Das war die schmerzhafteste Erfahrung, die ich in meinem Leben je gemacht habe.[...]

Erleben zu müssen, wie sie versuchen, ein kreischendes Baby aus einer 12 cm Inzision aus dir herauszuziehen, die weiter reißt und eingeschnitten wird, durch Fettschichten und Muskeln hindurch, an anderen Organen vorbei, [...] ist ganz anders, als ich mir die Geburt meines Sohnes vorgestellt habe.

Das war nicht angenehm. Das ist es immer noch nicht.

Du brauchst deine unteren Bauchmuskeln für buchstäblich alles... sogar fürs Hinsetzen. Und jetzt stell dir vor, du kannst sie nicht benutzen, denn sie wurden zerfetzt und verstümmelt von einem Arzt und für mehr als 6 Wochen nicht wieder 'repariert', denn dein Körper soll das alleine schaffen.

Wenn dich die erste Krankenschwester bittet, zu versuchen, das Bett zu verlassen und du den reißenden Schmerz spürst, der entsteht, weil ein Teil deines Körpers auseinander gerissen und wieder zusammengesetzt wurde, erst dann verstehst du die Ironie, wenn irgendjemand über den "einfachen Weg" spricht. Ihr könnt mich mal.

Ich bin die stärkste Frau die ich kenne. Nicht nur für mich, sondern auch für meinen wunderschönen Sohn... und ich würde das jeden Tag wieder durchleben, nur um sicher zu sein, dass ich in sein lachendes Gesicht schauen kann.

Fast 50.000 Menschen haben auf Rayens Post reagiert. Fast alle sind sich einig, dass die Mutter die richtigen Worte gefunden hat. Es geht bei einer Geburt nicht darum, dass sie einfach, schön oder angenehm ist, sondern es geht darum, dass Mutter und Kind gesund sind und es auch bleiben. Und wenn es dafür einen Kaiserschnitt bedarf, dann ist das genauso eine Geburt wie jede andere.

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von Anne Walkowiak