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Trügerische Idylle: Diese Fotos entstanden nur Minuten vor dem tödlichen Alligator-Angriff

von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 16. Juni 2016
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Es sind Bilder, die unter die Haut gehen und nachdenklich machen sollen.

Am Dienstag ist ein gerade erst 2-jähriger Junge auf tragische Weise von einem Alligator getötet worden. Der Junge hatte an einem Strandabschnitt innerhalb des Disney-Resorts in Orlando, Florida, gespielt, als das Tier plötzlich aus dem Wasser schnellte und den Jungen mit sich riss. Alle Versuche des Vaters, den Jungen noch zu retten, blieben ohne Erfolg.

Schnell wurden Stimmen laut, die den Eltern eine Verletzung der Aufsichtspflicht vorwarfen. Doch nun stellt sich eine andere Mutter hinter die Eltern des getöteten Lane Graves, indem sie Bilder ihres Sohnes von genau der Stelle postet, an welcher der Kleine von dem Alligator ins Wasser mitgerissen wurde.

Jennifer Venditti und ihr 3-jähriger Sohn Channing machten ebenfalls gerade Urlaub in dem Disney Resort​, in welchem auch die Familie des kleinen Lane untergekommen war. Jennifer und ihr Sohn spielten nur eine Stunde vor dem tragischen Unfall an der Stelle des Resorts, an dem plötzlich ein Alligator im Wasser auftauchte. Auch wenn es 'Schwimmen verboten' Schilder in diesem Abschnitt gibt, spielten Jennifer und Channing am Ufer und plantschten mit den Füßen im Wasser. Vor Alligatoren warnte keines der Schilder.

Um ihre tiefe Trauer über den Vorfall auszudrücken, aber ganz besonders, um die trauernden Eltern und die Familie des kleinen Lane zu unterstützen, postete Jennifer Bilder ihres Sohnes Channing von dem Ort, der weniger als eine Stunde nach ihrem Besuch zu einem grausamen Schauplatz geworden ist. Die Worte, die sie den Bildern beifügt, bewegen und sprechen vielen tausend Menschen aus dem Herzen.

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BETET, BETET so viel für die Familie und die Menschen, die Augenzeugen dieses tragischen Vorfalls wurden. Ich habe diese Bilder an genau der Stelle gemacht, wo all das passiert ist, so zwischen 20 und 20:30 Uhr, der Vorfall ereignete sich um 21 Uhr. Hubschrauber flogen bis 1 Uhr über diesen Ort und kamen mit dem Morgengrauen wieder. Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendjemand schlafen konnte, der wusste, dass der Hubschrauber ein vermisstes Kind sucht, das von einem Alligator geschnappt wurde. Ich kann nicht aufhören, mich zu fragen, ob wir vielleicht mit ihm gespielt haben, habe ich vielleicht mit seiner Mutter gesprochen? Wie kann man nach Hause gehen ohne sein Baby im Arm?

Ich habe schon Posts gesehen, die die Eltern kritisierten. Aber ich kann euch versichern, ich habe mit keinem Deut an Alligatoren gedacht, als Channing da im Wasser gespielt hat. Es ist ein kleiner Strand, umgeben von Pools, Wasserrutschen, einem Restaurant und einer Feuerstelle. Ich kann nicht verstehen, dass ein Alligator an einem so belebten, kleinen Ort auftaucht. #urteilewenigerbetemehr

Jennifers Post wurde bereits über 200.000 Mal geteilt und etliche Male kommentiert. Viele Menschen möchten einfach ihr Mitgefühl über diesen tragischen Verlust mitteilen. Sie möchten die Welt wissen lassen, dass auch ihnen so etwas hätte passieren können und dass man den Eltern nicht die Schuld für diesen Unfall geben darf. Denn ganz bestimmt werden sie das selber tun. Was die trauernden Eltern jetzt viel mehr brauchen als Vorwürfe und Anklagen ist Unterstützung und Kraft. Vor allem die Kraft, nicht an diesem Unfall kaputt zu gehen.

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