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© facebook.com/ MaryAnn Parisi
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Ihr Sohn wird heftig gemobbt & kann sich nicht wehren - jetzt kämpft seine Mutter für mehr Gerechtigkeit

von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 13. Januar 2016

Niemand sollte sich damit abfinden müssen, von anderen tyrannisiert zu werden.

Als der Lehrer ihres 11-jährigen Sohnes Michael sie in die Schule zum Gespräch bittet, hat MaryAnn Parisi keine wirkliche Idee, worum es gehen könnte. Doch als er sie mit der Realität konfrontiert, dass ihr Sohn in der Schule gehänselt und gemobbt wird, fühlt sie sich hilflos. Noch schlimmer trifft es sie, als der Lehrer ihr mitteilt, wie ihr Sohn auf die Hänseleien reagiert. "Das ist OK", habe Michael gesagt. "Ich gewöhne mich langsam daran."

​Wütend, hilflos und verärgert will MaryAnn das Schicksal ihres Sohnes in die Welt tragen. Sie fühlte sich gezwungen, die Welt wissen zu lassen, dass niemand sich daran gewöhnen sollte, von anderen drangsaliert, gehänselt und schikaniert zu werden. All ihren Frust und Ärger legt die Dreifach-Mutter in einen Facebook-Post, von dem sie hofft, dass er alle erreicht - Mobbingopfer, sowie Täter und deren Eltern gleichermaßen.

"Diese Botschaft ist vielleicht ein wenig langatmig, dafür entschuldige ich mich. Doch wir alle haben Kinder in unserem Leben, auf die ein oder andere Weise. Deshalb fordere ich euch heraus, euren Kindern (oder den Kindern in eurem Leben) die Geschichte meines Sohnes näher zu bringen. Denn wenn man etwas über sein Leben lernt, dann macht das vielleicht einen Unterschied. Selbst die tollsten Kinder haben unsichere und schwache Momente. Ihnen beizubringen und zu zeigen, warum er (oder irgendjemand anderes) anders ist, könnte der bessere Weg sein. Manchmal gehört es zum Erwachsenwerden dazu, zu lernen und daran zu wachsen. Und manchmal brauchen wir alle eine kleine Erinnerung, denn wir alle haben diese Momente.

Michael wurde zu früh geboren, in der 26. Schwangerschaftwoche. Über drei Monate zu früh. Ich bin nicht seine biologische Mutter. Aber in allen anderen Aspekten bin ich seine Mutter. Die ersten drei Monate seines Lebens hat er um sein Leben gekämpft. Shunts, Bluttransfusionen etc. Drei Monate später hat seine Mutter ihn verlassen. Er lernter erst mit 3 Jahren zu sprechen. Das Laufen kam bei ihm sehr spät. Er hat erst nach seinem 1. Geburtstag seinen ersten Zahn bekommen. Er war einfach so hinterher. Aber er hat geliebt. Oh, was hat er geliebt. Bis zum heutigen Tag ist sein Lächeln das Beste, was es gibt. Es gibt nicht eine einzige Person, die er nicht mag/liebt - inklusiver jener, die ihn heute gequält haben. Er vergibt und, ganz ehrlich, er vergisst. Es gibt nicht einen einzigen verurteilenden Gedanken in seinem Kopf. Ich versuche jeden Tag ein bisschen wie er zu sein, doch es gelingt mir nicht. Ihr habt euch heute über seine Zahnspange lustig gemacht, bevor ihr ihn wegen seiner Art zu essen gehänselt habt. Wusstet ihr, dass es ihm physisch nicht möglich ist, das Essen in seinem Mund zu behalten? Oder wie schlecht seine Hand-Augen-Koordination ist? Diese Zahnspange ist nur ein Schritt, den er ertragen muss, um seinen Unterkiefer, der sich nie ganz entwickelt hat, zu richten. Damit er nicht mehr sein Essen ausspuckt oder komisch kaut. Damit ihr nicht mehr auf ihm herumhackt. Gegen seinen Stuhl zu treten, ihn dumm zu nennen, eklig, Zahnspangengesicht und ihn wegen seiner Zähen zu hänseln, ihm zu sagen, er solle sich hinsetzen und die Klappe halten, ist nicht der richtige Weg. Ihr müsst ihn nicht mögen, aber ihr müsst ihn respektieren. Er ist ein Kämpfer, das ist ein kleiner Teil seiner Geschichte. Teilt, lehrt und wachst. Doch am wichtigsten ist: Respektiert die Menschen um euch, denn ihr wisst nie, was sie schon alles durchgemacht haben."

Respekt! Der Beitrag der Mutter bezeugt eindrucksvoll, wie viel Macht Worte über die Menschen haben können. Wir alle sollten respektvoller miteinander umgehen, Äußerlichkeiten bei Seite schieben und uns auf das Miteinander fokussieren.

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