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Während sie um das Leben ihres Babys bangte, taten selbstlose Helfer etwas Großartiges

von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 20. Juli 2015

Neun Stunden bangte Kaylee Goemans im Krankenhaus um das Leben ihres Söhnchens Dominic. Nur Dank der Hilfe völlig fremder Menschen, ist der Goeman-Familie ein überteuerter Strafzettel erspart geblieben.

Kaylee Goeman hat bereits drei Kinder. Als ihr Jüngster, der 6 Wochen alte Dominic, plötzlich heftige und andauernde Schreikrämpfe hat, ist sie sich sicher, dass etwas nicht stimmt. Umgehend bringt Kaylee ihr Baby zum Hausarzt. Der Arzt nimmt eine Ultraschalluntersuchung vor und röntgt Dominic. Doch am Ende schickt er Mutter und Kind erst einmal wieder nach Hause.

​Erst einige Tage später meldet sich der Arzt und sagt ihr, dass ihr Sohn eine Schlinge im Darm hat und sich bereits Luft und Flüssigkeit darin angesammelt haben. Er rät der Dreifachmutter unmittelbar ins Krankenhaus zu fahren. Gesagt, getan. Weil Mama Kaylee davon ausgeht, dass das Krankenhaus bereits über ihren Fall informiert ist, parkt sie direkt davor. Sie tut so viel Kleingeld in die Parkuhr, dass sie vier Stunden ungehindert dort parken kann - und geht davon aus, dass das genügt.

Doch es kommt anders. Neun Stunden verbringen Mutter und Kind in der Notaufnahme. Und neben den Sorgen um ihren Jüngsten, kreisen Kaylees Gedanken ständig um ihr Auto. Denn sie steht auf einem gebührenpflichtigen Parkplatz, will ihren Sohn aber nicht allein im Krankenhaus lassen. Noch dazu ist die Familie gerade knapp bei Kasse. Noch in der Schwangerschaft hatte Kaylee ihren Job verloren und keinen neuen finden können. Ein abgeschlepptes Auto und ein teurer Strafzettel würden ihre finanzielle Lage nur noch schwerer machen.

In ihrer Not wendet sich Kaylee an eine Facebook-Gruppe namens 'the New Barrie Moms Everything Buy and Swap' (zu deutsch: "Die Neue Mütter in Barrie kaufen und tauschen"). Unmittelbar nach ihrem Post fragen etliche Frauen nach, wo Kaylee geparkt hätte und was für ein Auto sie fahre. Binnen weniger Minuten ist die Parkuhr gefüttert.

Die junge Mutter war überwältigt von der überschwänglichen Hilfsbereitschaft. Menschen baten ihr an, Kaffee zu holen oder etwas zu Essen vorbei zu bringen. Alle wollten helfen. "Mein Tag stand völlig Kopf, als mir gesagt wurde, ich solle in die Notaufnahme. Man hat unfassbare Angst. Und dann sind da so viele Ärzte, ​die dein Baby verkabeln und ihm Blut abnehmen, das bricht dir das Herz. Zu wissen, dass es da all diese Menschen gibt, die mir mit dem Parken, Essen oder Umarmungen helfen wollten, hat mir ermöglicht, mich einzig auf meinen Sohn und seine Bedürfnisse konzentrieren zu können", sagt Kaylee im Interview mit 'today.com'.

Ärzte fanden schließlich heraus, dass Baby Dominic an einer schmerzhaften Störung leidet, die einen Teil des Darms in einen anderen rutschen lässt und so verhindert, dass Flüssigkeiten und Nahrung hindurch rutschen können. Dominic kann bald gegen die schmerzhaften Krämpfe behandelt werden. Außerdem fanden Ärzte ein Herzgeräusch und möglicherweise muss sich der kleine Mann deshalb auch einer OP unterziehen.

Die Familie und vor allem Dominic lassen sich von den Befunden aber nicht aus der Bahn werfen. "Er ist so süß und mutig", sagt Kaylee über ihren Sohn. "Trotz seines aufgeblähten Bauchs lacht er immer noch jede Menge."

von Anne Walkowiak