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© Facebook / Project Harpoon
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Auf Mini-Größe retuschiert: Diese Facebook-Seite will Frauen 'schöner' machen

von Maike Schwinum Veröffentlicht am 24. August 2015

Seid ihr auch genervt von Menschen, die das Internet dazu nutzen, um andere wegen ihrer Körperform oder Kleidergröße zu beleidigen? Dann macht euch auf etwas gefasst...

Eine Facebook-Seite mit dem Namen "Project Harpoon" (auf Deutsch: "Projekt Harpune") sorgte in den letzten Tagen für eine ganze Menge Gesprächsstoff im Netz. Und wenn man sich anschaut, was dort veröffentlicht wird, ist das auch kein Wunder. Denn die Macher der Seite haben es sich zur Aufgabe gemacht, Plus-Size-Frauen oder solche, die etwas molliger und kurviger sind, mit Hilfe von Photoshop schlanker zu machen.

Von Schauspielerinnen Rebel Wilson und Melissa McCarthy, über Plus-Size-Models wie Tess Holliday, bis hin zu ganz normalen Frauen aus dem Alltag - das selbsternannte "feministische" Projekt stellt Frauen aus sämtlichen Lebenslagen bloß. Gepostet werden die Bilder mit platten Sprüchen wie "Zuerst doppelt breit und heute vielleicht eine Braut - dünn zu sein kann Wunder bewirken" oder "Von Miss Piggy zu Miss Pin-Up".

© Facebook / Project Harpoon

Der oder die Gründerin der Seite benutzt Hashtags wie #HappierWhenSkinnier (auf Deutsch: "Glücklicher wenn dünner") und behauptet, man würde mit der Seite lediglich dazu aufrufen wollen, schlanke Menschen zu akzeptieren. Wir persönlich finden, dieses Projekt hat nichts mit Akzeptanz zu tun, sondern sorgt nur dafür, dass Menschen sich schlecht und beschämt fühlen. Es ruft zu Hass und Intoleranz auf - und das sind zwei Dinge, die niemand vertreten sollte.

​Model Tess Holliday kommentierte das fragwürdige Projekt folgendermaßen: "Ich bitte meine Follower, diese Seite zu boycottieren. Sich selbst zu lieben ist die stärkste Botschaft, die es gibt, und wir müssen dahinter stehen."

Mittlerweile hat die Aufruhr der Menschen im Netz gewirkt: Facebook hat die Seite entfernt - und auch die Plattformen Instagram und Tumblr löschten sämtliche Inhalte von "Project Harpoon".

von Maike Schwinum