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Eine blinde Frau wird aus dem Laden geworfen – und der Grund dafür ist ungeheuerlich

von Ann-Kathrin Schöll Veröffentlicht am 23. Mai 2016

Was eine blinde Frau aus England bei Foot Locker erleben musste, ist wirklich diskriminierend...

Die Britin und dreifache Mutter Angela Armin ist durch eine degenerative Augenerkrankung erblindet und auf einen ausgebildeten Blindenhund angewiesen. Der speziell trainierte und treue Hund begleitet sie überall hin und hilft ihr dabei, die Hürden des Alltags zu meistern.

Doch als die 45-Jährige mit ihrem Labradoodle Unis den Laden Foot Locker betritt, um für eines ihrer Kinder Schuhe zum Geburtstag zu kaufen, erlebt sie etwas, dass sie in Tränen ausbrechen lässt.

​"Eine Verkäuferin kam zu mir und sagte, ich solle das Geschäft verlassen, weil Hunde nicht erlaubt seien," beschreibt Angela die kränkende Situation in einem Interview mit The Sun. "Ich sagte, 'Das ist ein Blindenhund', verstehen Sie das nicht?"

Doch die Verkäuferin interessierte das anscheinend nicht und sie beharrte darauf, dass Angela und Unis das Geschäft umgehend verlassen. Auch Angelas Ehemann, der daraufhin mit dem Manager des Geschäfts spricht, kann die Situation nicht ändern. Die Geschäftspolitik von Foot Locker erlaube nun mal keine Hunde in den Läden.

"Man würde auch nicht jemandem im Rollstuhl sagen, dass er seinen Rollstuhl draußen lassen muss."

Angela ist am Boden zerstört und fühlt sich schrecklich. "Mein Herz hat gerast. Ich wusste nicht, ob ich sauer sein oder weinen sollte. Man versucht sich durchs Leben zu kämpfen und Leute würdigen dich einfach herab," so die blinde Frau weiter.

Das Erlebnis ist ein herber Rückschlag für die dreifache Mutter. Hatte sie doch erst durch den Blindenhund Unis die Selbstsicherheit bekommen, alleine das Haus zu verlassen. "Mein Selbstvertrauen war dahin. Es war wie ein Schlag in den Magen, ich wollte, dass sich der Boden auftut und mich verschluckt."

Foot Locker entschuldigt sich für den Vorfall und spendet 1000 Pfund

Mittlerweile hat sich die amerikanische Firma Foot Locker für das Geschehnis bei Angela entschuldigt. Doch diese Entschuldigung ging gehörig daneben, denn sie schickten der Britin einen Brief, den die blinde Frau alleine natürlich nicht lesen kann.

"Sie hätten zum Hörer greifen und sich persönlich bei mir entschuldigen sollen. Ich bin blind und kann den Brief nicht lesen, den sie mir als Entschuldigung geschickt haben. Der Manager des Ladens hätte sich bei mir am Telefon entschuldigen sollen, aber das ist nicht passiert."

Immerhin: Foot Locker spendete als Wiedergutmachung 1000 Pfund (umgerechnet etwa 1300 Euro) an den gemeinnützigen britischen Verein "Guide Dogs".

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