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Rebecca rettete einen Freund und bezahlte ihren Mut mit dem eigenen Leben

von Maike Schwinum Veröffentlicht am 13. Juli 2015

Rebecca rettete mit ihrem Handeln einen Freund und bezahlte ihren mutigen Einsatz mit ihrem Leben.

Als Rebecca Townsend gerade einmal 15 Jahre alt war, schrieb sie einen Brief an ihr zukünftiges Ich und beschrieb darin die drei Dinge, die sie unbedingt tun wollte, bevor sie stirbt. Auf ihrer Löffelliste standen drei große Ziele: Nach Spanien reisen, im Regen geküsst werden und ein Leben retten. Die Teenagerin aus dem US-Bundesstaat Connecticut erfüllte sich die ersten beiden Punkte auf ihrer Liste innerhalb der nächsten Jahre. Sie besuchte Spanien mit ihrer Familie und küsste ihren ersten festen Freund im Regen.

Niemand ahnte, dass das noch so kurze Leben der 18-Jährigen ein jähes Ende nehmen sollte. Am 2. Juni war Rebecca, die gerade ihren High-School-Abschluss absolviert hatte, mit Freunden unterwegs, um sich ein Feuerwerk anzuschauen. Auf dem Nachhauseweg wurden sie und ihr Freund Ben Arne von einem außer Kontrolle geratenen Wagen erfasst. Wie genau es zu dem Unfall kommen konnte, ist noch nicht geklärt. Klar ist jedoch: Ben überlebte und Rebecca starb.

​Nachdem Ben aus dem Krankenhaus entlassen wurde, suchte er Rebeccas Familie auf und teilte ihnen mit, dass er Rebecca sein Leben zu verdanken hat. Sie habe ihn aus dem Weg geschubst, bevor das Auto sie erfasste. "Das letzte, woran ich mich erinnere, ist wie Rebecca mich schubste und rief: 'Beeil dich!'", erzählte Ben Rebeccas trauernden Eltern.

Nur wenige Tage später saßen Rebeccas Schwestern und Cousinen im Zimmer der verstorbenen Teenagerin und entdeckten den Brief, den Rebecca vor drei Jahren an sich selbst geschrieben hatte. Als sie Rebeccas Löffelliste lasen, war ihnen umgehend klar, dass das Mädchen mit ihrer Rettungsaktion ihren letzten Wunsch erfüllt hatte. "Es war wie ein kleines Zeichen, dass es ihr gut ging", erklärt Rebeccas Schwester Victoria.

© Instagram / rememberingrebecca

Nun möchte die Familie Rebeccas Tod nutzen, um andere Menschen dazu aufzurufen, gute Taten zu vollbringen. "Sie hatte einfach so viel Liebe, Freundlichkeit, Mitgefühl und Nächstenliebe in sich", erinnert sich Victoria. Über die Facebook-Seite 'Remembering Rebecca' ruft die Familie Menschen dazu auf, Rebecca zu ehren, in dem sie etwas Gutes tun. Und tatsächlich: Menschen von überall auf der Welt unterstützen Rebeccas Familie und posten die guten Taten, die sie im Namen des Mädchens vollbracht haben.

"Es bedeutet uns sehr viel, dass sie so in den Herzen und den Köpfen der Menschen weiterleben kann", so Victoria. Auch Rebeccas Cousine Rachel ist über die Unterstützung der Menschen dankbar. "Das Beste, was uns dieser tragische Tod vermittelt kann, ist, dass Rebecca voller Liebe war, und auch wir im Leben so viele Gelegenheiten haben, diese Liebe zu zeigen."

von Maike Schwinum