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© Facebook / Robyn Lawley
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Dieses Model zeigt bewusst seine Dehnungsstreifen - und das hat einen erschreckenden Grund

von Jutta Eliks Veröffentlicht am 23. Oktober 2015

Robyn Lawley setzt ein Statement gegen nervige Gerüchte in der Klatschpresse.

Robyn Lawley ist eines der berühmtesten Übergrößen-Models der Welt. Im Februar dieses Jahres ist sie zum ersten Mal Mutter geworden. In ihrem neusten Facebook-Post hat sich die Australierin dazu entschlossen, bewusst ihre Dehnungsstreifen zu zeigen. Dafür hat sie sich nur in Unterwäsche bekleidet vor ihrem Badezimmerspiegel fotografiert.

Almost a year ago, an interview from a very honest maybe too honest conversation with a friend was manipulated and taken...

Posted by Robyn Lawley on Thursday, October 22, 2015

Der Grund für diese Aktion ist ein Interview, das vor einem Jahr veröffentlicht wurde und einen regelrechten Shitstorm gegen das Model auslöste. Denn darin wurde behauptet, die damals schwangere Robyn würde über eine Abtreibung nachdenken, weil sie keine Lust auf Dehnungsstreifen hätte. Dass sie zu dem Zeitpunkt bereits im 7. Monat schwanger war, schien niemanden zu interessieren. Mit ihrem mutigen Foto sendet Robyn drei wichtige Botschaften, die wir voll und ganz unterstützen: Glaubt nicht alles, was die Klatschpresse behauptet, liebt euren Körper und lasst euch von niemandem in eure Entscheidungen reinreden.

Hier könnt ihr euch Robyns kompletten Post durchlesen:

Vor fast einem Jahr wurde ein Interview, das auf einer ehrlichen, vielleicht zu ehrlichen, Unterhaltung mit einer Freundin basierte, von einer britischen Tratsch-Seite herzlos auseinandergerissen und manipuliert. Ich war zu dem Zeitpunkt im 7. Monat schwanger und hatte gerade einen meiner engsten Verwandten verloren, und es hieß "Robyn zieht eine Abtreibung in Betracht, um Dehnungsstreifen zu vermeiden". Ich war nicht nur schockiert, weil ich das so nicht gesagt hatte, mal abgesehen davon, dass ich zu dem Zeitpunkt wie 90 % der Welt bereits Dehnungsstreifen hatte, sondern auch weil ich schon hochschwanger war und nicht glauben konnte, dass man dazu so eine Story schreiben kann.

Es hat unheimlich weh getan und die Kommentare, die darauf folgten, waren gelinde gesagt abwertend. Ich kenne das Gefühl, gemobbt zu werden, zum Beispiel weil meine Oberschenkel sich berühren, aber mich für etwas zu mobben, was ich nie gesagt habe ...Ganz abgesehen davon, dass wenn ich mich für etwas so schwerwiegendes wie eine Abtreibung entscheiden würde, Dehnungsstreifen nie und nimmer der Grund dafür sein würden.

Bevor der Artikel zurückgezogen wurde, hatte er, glaube ich, mehr als 500 sehr beleidigende Kommentare ohne dass mir die Webseite oder meine Freundin zur Hilfe gekommen sind. Ich verfasste einen Tweet an die Autorin der Seite und bat sie "Herz zu zeigen", weil die ganze Situation mich fürchterlich unter Stress setzte und ich Angst um die Gesundheit meines ungeborenen Kindes hatte. Die Autorin war Australierin und erklärte, dass nicht sie sondern jemand anders in Großbritannien das geschrieben hätte, und der Artikel wurde gelöscht. Diese Klatschseiten machen alles, um angeklickt zu werden, aber noch nicht einmal seinen richtigen Namen zu nennen ist wirklich feige.

Was meine Dehnungsstreifen angeht, so wusste ich, dass sie mich erwarten würden und jetzt wo sie verblassen, dachte ich mir, ich mache noch schnell ein Foto von ihnen. Denn sie sind knallharte Tigerstreifen Und ich habe sie mir verdient.

Wir setzen Frauen so unglaublich stark unter diesen lächerlichen und zeitfressenden Druck, über ihre Fehler nachzudenken und zu vergessen, wie wunderschön sie wirklich sind. S****ß auf die, wen juckt's, seid ihr selbst, seid laut, seid stolz. An jede Frau, die besonders nach einer Geburt unzufrieden mit ihrem Körper ist: Du bist eine Kriegerin, du hast mit deinem Körper ein Leben erschaffen und das ist keine einfache Leistung.

Es macht mich wütend zu sehen, dass Abtreibung als politisches Thema diskutiert wird und die Rechte zur Fortpflanzung einer Frau benutzt werden, um Wählerstimmen zu gewinnen. Ich werde immer dafür eintreten, dass eine Frau wählen darf, ob sie ein Kind behält oder nicht. Niemand unterzieht sich gerne einer Abtreibung, aber wenn es eine Frau unerwartet trifft, dann sollte sie für eine Abtreibung nicht verurteilt werden. Frauenrechte sollten nicht so marktschreierisch benutzt und so mangelhaft diskutiert werden.

Momentan leben Millionen von obdachlosen Kindern allein in Amerika, also warum konzentrieren wir uns nicht auf sie? Wir vergessen häufig die Frauen, die ein Kind haben, weil sie aufgrund von bestimmten Gesetzen nicht abtreiben lassen durften und niemand kümmert sich um sie, wenn sie keine Gesundheitsversorgung bekommen oder wegen überwältigender Kosten obdachlos werden oder sogar einen komplett neuen beruflichen Weg einschlagen müssen. Wir schreiben das Jahr 2015, deswegen müssen wir dringend dafür sorgen, dass sich Frauen in ihren Körpern und Persönlichkeiten bestärkt fühlen. Wir sollten ihnen nicht ihre Rechte und Entscheidungen abnehmen.

Ich liebe meine Tochter, ich liebe aber auch meine Menschenrechte.

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