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"Das ist mein Körper" - Das Nacktfoto dieser Frau sorgt momentan im Netz für Aufsehen

von Maike Schwinum Veröffentlicht am 19. Januar 2016

"Das ist mein Körper. Ich habe Dehnungsstreifen. Ich habe lose Haut. Ich habe ein Bäuchlein."

Autorin und Bloggerin Rosie Waterland wagte auf ihrer Facebook-Seite etwas, was sich wohl die wenigsten von uns trauen würden. Sie veröffentlichte ein Nacktbild von sich - absolut ehrlich, unbearbeitet, schonungslos und offen. Die 28-Jährige will aber keineswegs, dass wir sie dafür als "mutig" betiteln oder ihren Körper beurteilen, ganz im Gegenteil. Mit dem Bild möchte Waterland uns sagen, dass es völlig egal ist, wie wir aussehen. Frauen sollten nicht nach ihrem Aussehen beurteilt werden, sondern viel mehr nach ihrem Können, ihrer Intelligenz und ihrem Talent.

Lest euch hier die Botschaft von Rosie Waterland durch:

Ich fass es nicht, dass ich das tue, aber... in letzter Zeit habe ich immer wieder von Frauen gelesen, die in der Öffentlichkeit stehen und sich dafür feiern lassen, dass sie ein paar Kilo schwerer sind als das durchschnittliche Laufstegmodel. Als würde es sie automatisch fehlerhaft machen, nicht dünn zu sein, und als wären sie deshalb "mutig" sich überhaupt in die Öffentlichkeit zu trauen. Was mich frustriert ist nicht, dass diese Frauen viel dünner sind als ich (was irgendwie andeutet, dass, wenn sie schon irgendein fettes-und-trotzdem-erfolgreiches Wunder sind, dann muss ich wohl ein Seemonster ohne jegliche Hoffnung sein), sondern dass sie trotz ihres Erfolgs der Meinung sind, dass das Körpergewicht irgendetwas mit dem Wert einer Person zu tun hat.
(...)
Dies sollte überhaupt kein Problem sein. Wenn du unglaublich intelligent und talentiert bist, dann sollte dein Aussehen und dein Gewicht überhaupt kein Problem sein. Ich weiß, dass es als Frau nicht einfach ist, das zu sagen. Selbst wenn dein Aussehen für dich als Frau kein Problem ist, dann ist es eins für alle anderen. Das verstehe ich. Aber sch*** doch auf die anderen! Wir brauchen Frauen in der Öffentlichkeit, die gewillt sind, ihre Intelligenz und ihr Talent vor ihr Aussehen zu stellen. Das mag vielleicht nicht einfach sein, aber wenn wir wollen, dass unsere Werte sich ändern, dann ist es notwendig.
(...)
Dein Körper ist deine Geschichte. Er ist dein Kriegsfeld. Er macht dich zu dem, was du bist, und du wärst nicht so intelligent, erfolgreich oder witzig ohne ihn.

Ich habe eine Kindheit voller Verlassen und Trauma überlebt. Dann habe ich Kämpfe mit meiner mentalen Gesundheit und Essstörungen überlebt. (...) Doch am Ende bin das ich. Das ist mein Körper. Ich habe Dehnungsstreifen. Ich habe lose Haut. Ich habe ein Bäuchlein. Ich habe schlaffe Brüste und bin übersät mit Sommersprossen, die mich früher zum Weinen gebracht haben.
(...)
Ich sehe nicht so aus, wie ich aussehen "soll" - laut einer bestimmten Gruppe von Menschen. Aber das ist mir sch*** egal. Weil ich habe mehr erreicht, als ich mir je hätte erträumen können, trotz der Menschen, die behaupteten, ich sei nicht hübsch oder nicht dünn genug. (...)
Also, hier ist er. Der Körper, der mich zurückhalten sollte. Der Körper, für den ich mich entschuldigen soll. Der Körper, der mich aus euren Köpfen verbannen soll. Aber meine Intelligenz und mein Talent ist viel wichtiger als mein Aussehen. Und diese Qualitäten sind es, die mich in eure Köpfe zwingen.
(...)
Ich bin nicht fehlerhaft. Ich bin genial. Ich bin eine Überlebende. Und ich entschuldige mich nicht.

Bis heute wurde Waterlands Facebook-Post etliche tausend Male geteilt. Das Bild und die dazugehörige Botschaft veröffentlichte die Autorin auch auf Instagram - dort wurde das Bild allerdings nach kurzer Zeit entfernt, da es mit der Darstellung nackter Brüste gegen die Richtlinien verstößt. Es ist zu erwarten, dass der Beitrag auch bei Facebook nicht lange standhalten wird.

Wir wollen dieser Frau auf jeden Fall für ihre Ehrlichkeit applaudieren! Es musste einfach mal gesagt werden, dass wir uns im Zeitalter von Bodypositive-Kampagnen und Instagram-Models viel zu sehr auf das Äußere von Frauen konzentrieren, statt sie für ihr Können und ihre Talente zu feiern. Mit ein bisschen Glück erreicht Waterlands Botschaft noch viele weitere Menschen auf der ganzen Welt und wer weiß, vielleicht sorgt er bei noch ein paar mehr für ein längst notwendiges Umdenken!

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Robyn Lawley © Instagram / Robyn Lawley
von Maike Schwinum