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Geht's noch?! Diese Frau klagt Samsung an, weil ihre Selfies SO aussehen

von Maike Schwinum Veröffentlicht am 28. Juni 2016

"Je mehr uns gesagt wird, dass wir makellos aussehen müssen, desto unglücklicher werden wir."

Wer ein neueres Smartphone von Samsung besitzt, dem ist vielleicht schon aufgefallen, dass Selfies, die mit dem Gerät gemacht werden, irgendwie anders aussehen. Auf den Bildern sieht das eigene Gesicht plötzlich fremd aus. So ging es auch der Autorin und Bloggerin Mel Wells, als sie mit ihrem gerade erworbenen Samsung-Handy ein Selfie machen wollte - und plötzlich alle ihre "Makel" geglättet waren.

In einem Instagram-Post zeigt Mel einen direkten Vergleich zwischen dem automatisch bearbeiteten Selfie von Samsung und einem "ehrlichen" Bild ihres Gesichts. Dazu beschreibt sie ihr Erlebnis:​

Wow, Samsung. Da kauft man sich ein neues Smartphone und möchte ein Selfie machen und realisiert, dass die Standardeinstellung der Front-Kamera automatisch "Beauty Level 8" ist, was offenbar bedeutet: Ein komplett retuschiertes Gesicht. Das bedeutet, jeder, der sich ein neues Samsung-Gerät kauft und die Front-Kamera nutzt, bekommt automatisch gesagt: "Hi, wir sind Samsung und wir finden, du siehst viel besser aus, wenn wir automatisch deine Selfies für dich retuschieren - mal acht!"

Danke, Samsung, für dieses Bekenntnis. Ich denke, ich werde meine Sommersprossen und Makel behalten, denn so sehe ich schließlich auch in 3D aus und so sehen mich all meine Freunde im echten Leben. Ich hoffe, junge Mädchen kaufen sich iPhones statt Samsung-Handys. (Wartet, machen iPhones das auch?) Nochmal ganz deutlich: Ich habe hier keine Apps genutzt. Das ist Samsungs Standardeinstellung für die Kamera!

Einige Nutzer stellten gleich in Frage, warum Mel die Einstellung nicht einfach änderte. Doch in einem weiteren Post betonte die Bloggerin, dass sie die Tatsache verärgere, dass die Einstellung überhaupt automatisch eingestellt ist. Schließlich sollten Frauen sich lieben, so wie sie sind - mit allen Makeln, Sommersprossen und Co. "Es ist ja eine Sache, wenn der Nutzer im Nachhinein entscheidet, das Foto selbst zu bearbeiten", so Mel. "Aber es ist eine andere Sache, wenn der Hersteller einfach entscheidet, es für uns zu tun."

Natürlich ist nichts verkehrt daran, ein Bild zu retuschieren oder zu bearbeiten, aber es sollte sich niemand dazu gezwungen fühlen. "Je mehr uns gesagt wird, dass wir makellos aussehen müssen, desto unglücklicher werden wir und desto unwohler fühlen wir uns in unserer Haut - denn niemand ist makellos!", erklärt die amerikanische Autorin. "Im Gegenteil - unsere Makel machen uns doch besonders schön."

Was haltet ihr davon? Ist so eine Handy-Voreinstellung wirklich sinnvoll oder einfach nur schädlich?

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Robyn Lawley © Instagram / Robyn Lawley
von Maike Schwinum