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Schwestern statt lästern: So helft ihr euren Töchtern, Lästereien durch Fairness zu ersetzen!

von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 26. Mai 2015

Anstatt gemeinsam stark zu sein, pisacken sich Mädchen und Frauen gegenseitig. Damit muss endlich Schluss sein!

Lästereien scheinen ja irgendwie im weiblichen Genpool verankert. Oder kann sich eine von euch davon freisprechen, jemals schlecht über eine Freundin oder ehemalige Freundin gesprochen zu haben? Kaum eine von uns kann das. Ich behaupte sogar, keine einzige kann das. Denn so machen wir Frauen uns Luft, geben unseren Unmut über eine andere Person preis und sorgen so für das eigenen Wohlbefinden.

Männer sind da ein bisschen anders gestrickt. Sie sagen entweder gar nichts, wenn sie sich von einer anderen Person ungerecht behandelt fühlen, oder packen gleich die Fäuste aus. Auch keine charmante Lösung, danach ist für den Mann die Sache aber geregelt und wird ad acta gelegt.

Nicht so bei uns Frauen. ​Wir lästern, mobben und reden schlecht über (meist weibliche) andere. Angeblich bauen wir damit Aggressionen ab. Dabei schaffen wir doch aber eigentlich nur neue und noch mehr davon. Nämlich beim Objekt unserer Lästerei. Besonders in der Teenager-Zeit müssen alle heranwachsenden Frauen wohl durch das Tal der Lästerei, sowohl aktiv, als auch passiv.

Aber müssen wir das wirklich? Sollten wir uns und unsere Kinder nicht dazu ermutigen, offen und ehrlich miteinander umzugehen. Sind wir nicht viel stärker, wenn wir alle an einem Strang ziehen? Als große Gemeinschaft? Vielleicht helfen diese Tipps, Lästereien in Zukunft zu unterlassen und stattdessen eine Art Sisterhood zu gründen. Fangen wir doch bei unseren Töchtern an, Bewusstsein dafür zu schaffen!

1. Ermutige sie, anderen zu helfen oder anderen hilfreich bei Seite zu stehen

Das Mittel zur Lösung ist wohl Empathie.

2. Frag sie, ob es in ihrem Freundeskreis Lästereien gibt und hilf ihr, zu verstehen, was daran falsch ist

Manchmal ist ein Außenstehender ganz ratsam bei Entscheidungen und Lösungen (und das gilt nicht nur für deine Tochter).

3. Hilf ihr, dass Drama in ihrem Leben zu ordnen oder gar zu beseitigen

Bei Heranwachsenden gibt es eigentlich immer Drama - vielleicht kannst du ein bisschen Licht ins Dunkel bringen.

4. Frag sie, ob es gerade jemanden gibt, der lästert / über die gelästert wird

Frag sie vor allem nach Gründen dafür. Warum wird diese Person ausgegrenzt? Wurde/wird deine Tochter vielleicht selbst ausgegrenzt? Kann sie die Gefühle beschreiben?

Gern sprechen Teenager natürlich nicht über solche Themen. Und vielleicht ist es auch gar nicht so wichtig, dass sie dir alles erzählt. Zeig ihr einfach, dass du da bist, dass du weißt, was sie durchmacht. Brich den Kreislauf. Lass deine Tochter zu einem mitfühlenden und ehrlichen Menschen heranwachsen, der weiß, wie man anderen Menschen respektvoll gegenüber tritt.

Was nämlich passiert, wenn dieser Respekt fehlt, haben wir vermutlich alle schon am eigenen Leib erfahren. Wenn wir ausgegrenzt wurden oder das Objekt einer Lästerei waren. Auch zwei junge Frauen aus den USA beschäftigt dieses Thema sehr. Deshalb haben sie eine Dokumentation darüber gedreht, in der sie mit vielen Betroffenen sprechen.

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Wir Frauen brauchen uns gegenseitig​. Denn wenn es gerade mal richtig gut läuft, stellen wir gemeinsam noch viel mehr auf die Beine, als allein. Kümmert euch nicht um die Leute, die euch nicht gut tun. Redet dann aber auch nicht über sie. Fangt an, nett zueinander zu sein.

von Anne Walkowiak