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Während diese Frau einen Marathon läuft, ist ihre Hose voller Blut - doch das hat einen guten Grund

von Maike Schwinum Veröffentlicht am 10. August 2015

Weil ihrer Meinung nach die Periode immer noch als Tabuthema gilt, will diese junge Frau zeigen, dass man sich nicht verstecken muss.

Die 26-jährige Britin Kiran Gandhi steht kurz davor, ihren ersten Marathon zu laufen. Und zwar nicht nur irgendeinen Lauf, sondern den berühmten London Marathon, der jährlich stattfindet und für den sie ein Jahr lang trainiert hat. Doch als der große Tag kommt, erlebt Kiran eine böse Überraschung: Sie bekommt ihre Periode. Trotz der großen Schmerzen, die sie während ihrer Tage immer hat, beschließt die junge Frau den Marathon anzutreten - und trifft eine ungewöhnliche Entscheidung: Sie möchte ohne Tampon oder sonstigen Schutz laufen.

Der Grund für ihr "freies Laufen": Kiran möchte darauf aufmerksam machen, dass es nicht in Ordnung ist, dass Frauen sich für ihre Periode schämen müssen und dass nicht alle Frauen auf dieser Welt Zugang zu Hygiene-Artikeln haben. "Frauen, die ihre Periode haben, sind oft gezwungen, es anderen Recht zu machen, obwohl sie sich nicht wohl fühlen und große Schmerzen haben", erklärt die Britin im Gespräch mit 'BuzzFeed News'.

© Kiran Gandhi

"Zuerst dachte ich, 'Oh Gott, ich möchte nicht einen Marathon mit einem Tampon laufen', weil es etwas ist, was ich noch nie zuvor getan habe. Aber ohne Schutz kann man ja auch nicht laufen", so Kiran. "Aber dann dachte ich mir: Es ist letztlich egal, was die anderen denken. Man sollte sich nicht darum sorgen, wie man für andere aussieht, wenn man einen Marathon läuft."

© Kiran Gandhi

Laut Kiran sollte die Periode und die damit einhergehende Blutung nicht als so ein großes Tabuthema gelten und Frauen sollten frei sein, sich so zu zeigen, wie sie sich fühlen. Nachdem die junge Frau einen Post über ihr Erlebnis auf ihrem Blog veröffentlichte, sind die Reaktionen gemischt. Einige User verstehen und unterstützen ihren Grund, andere bezeichnen sie als "ekelhaft".

"Ich nehme das nicht persönlich, das ist halt ihre Meinung", sagt Kiran dazu. "Die Periode ist etwas ganz Normales und Menschliches, etwas, was 50 Prozent der Weltbevölkerung durchmachen müssen. Die Tatsache, dass Menschen sich so angeekelt fühlen, nur weil man ihnen zeigt, dass es existiert - das bestärkt mich nur, dass es richtig war, was ich getan habe."

Was sagt ihr zu Kirans "freiem Lauf"? Hat sie mit ihrer Begründung Recht? Oder ist die ganze Aktion total daneben gewesen?

von Maike Schwinum