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Das ist wahre Nächstenliebe: Hamburg zeigt, wie man Flüchtlinge richtig empfängt

von Maike Schwinum Veröffentlicht am 31. August 2015

Die Initiative "Refugees welcome" in Hamburg veranstaltet ein Willkommensfest für Flüchtlinge und zeigt im Video, wie sorglos und herzlich es dabei zugeht.

Menschen tanzen, grillen und feiern völlig ausgelassen im Karolinenviertel von Hamburg. Es sieht aus wie ein ganz normales Stadtfest - doch dahinter steckt viel mehr. Denn hier feiern Hunderte Anwohner ein großes Willkommensfest mit und für die Flüchtlinge. Die Menschen, die vor Krieg und Elend aus ihrer Heimat fliehen mussten, werden hier herzlich willkommen geheißen.

Viel zu oft hört man derzeit in den Nachrichten von dem Hass, der Angst und dem Misstrauen, mit dem viele Deutsche denen begegnen, die in unserem Land Zuflucht suchen. Doch mit diesem Fest beweist das ganze Karolinenviertel, was wahre Nächstenliebe bedeutet. Alle bringen Essen und Getränke mit, es wird gesungen und getanzt. Die Kinder können sich über Seifenblasen und Schminke freuen und dürfen ausgelassen spielen.

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Den Flüchtlingen, die derzeit in einer Sammelunterkunft auf dem Gelände der Messehallen in Hamburg untergebracht sind, ist die Freude deutlich anzusehen. Nach einer langen, angstvollen Flucht ist dieses Fest am Sonnabend für die Menschen eine lang ersehnte Ruhepause, ein bisschen sorgenfreie Zeit.

Organisiert wird das Fest von der Initiative "Refugees welcome - Karoviertel", die auf Facebook zu dem Fest einlädt. "Wir wollen den Menschen zeigen, dass sie hier willkommen sind", erzählt Marcus Platzeck von der Initiative im Gespräch mit der 'BILD'. "Refugees welcome" arbeitet unter dem Motto "Wir wollen die Menschen nicht alleine lassen". Die Initiative betreut außerdem insgesamt 14 Arbeitsgruppen, die den Flüchtlingen zum Beispiel Deutschkurse, Sport oder eine Kleiderkammer in den Messehallen anbieten.

Am kommenden Wochenende soll übrigens ab 15 Uhr ein weiteres Fest im Karoviertel stattfinden. Alle Informationen dazu gibt es auf der Facebook-Seite von "Refugees welcome".

von Maike Schwinum