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Teenager verklagt Eltern, weil sie jahrelang private Babybilder bei Facebook veröffentlichen

von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 15. September 2016

Heutzutage posten viele Eltern Bilder ihrer Kinder in den sozialen Netzwerken. Aber wann geht das zu weit?

Kinderbilder sind heute alltäglich bei Facebook, Twitter und Co. Die süßen Schnappschüsse der Kleinen werden gerne mit Freunden und Bekannten geteilt und kaum jemand denkt darüber nach, was die Kinder selbst davon halten könnten. Schließlich sind sie ja noch so klein.

Eine junge Frau aus Österreich verklagt nun ihre Eltern, weil sie ihre Privatsphäre verletzt sieht. Seit 2009 hätten die Eltern zum Teil peinliche Bilder von ihr als Baby und Kleinkind gepostet und diese mit ihren rund 700 Online-Freunden geteilt. Den Bitten der Tochter, Bilder von ihr auf dem Töpfchen oder beim Windeln wechseln zu entfernen, kamen die Eltern nicht nach.

​Bis heute haben die Eltern in etwa 500 Bilder des Teenager ohne ihre Einwilligung gepostet und ihr Anwalt ist davon überzeugt, dass sie die Gerichtsverhandlung gewinnen wird. "Sie kannten einfach keine Grenzen", so der Teenie. "Und es war ihnen egal, ob ich auf dem Bild gerade auf der Toilette saß oder nackt in meiner Wiege lag. Jeder Schritt wurde fotografiert und einfach ins Netz gestellt." Die Eltern hingegen sehen sich im Recht. Schließlich hätten sie die Bilder gemacht und deshalb auch das Recht, diese zu veröffentlichen.

Sollte der Rechtsstreit tatsächlich bis zum Ende ausgetragen werden, kann es dazu kommen, dass die Eltern Schadenersatz an ihre Tochter zahlen und zudem die Gerichtskosten tragen müssen.

"Ich habe es satt, dass meine Eltern mich nicht ernst nehmen​", so die Klägerin.

Was sagt ihr zu diesem Thema?

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