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Mieser Service im Restaurant: Deshalb hinterlässt dieses Paar trotzdem 100 Dollar Trinkgeld

von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 12. Juli 2016

Manchmal ist nämlich alles ganz anders als es scheint.

Wir alle kennen die Situation: Du sitzt in einem Restaurant, freust dich auf einen gemütlichen Abend und dann stimmt absolut nichts in dem Laden. Du musst ewig warten, bis die Bedienung überhaupt Notiz von dir nimmt, die Getränkebestellung dauert mindestens 30 Minuten und auf das Essen wartest du über eine Stunde. Schnell steigt in dir das Frust-Level und du bist überzeugt davon, dass der Kellner absolut kein Trinkgeld verdient hat.

Eine vollkommen verständliche Reaktion. Doch dass man damit auch die absolut falsche Person abstraft, zeigen uns Makenzie Schultz und ihr Mann Steven. Nach einem eher ernüchternden Abend in einem Restaurant, anlässlich ihres sechsten Hochzeitstages, gab das Paar der Bedienung gerade deshalb ein 100-Dollar-Trinkgeld.

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Folgendes ist passiert. Unsere Bedienung heute Abend war richtig schlecht. Wir haben 20 Minuten auf das Wasser warten müssen, 40 Minuten auf einen Aperitif und über eine Stunde auf unsere Vorspeise. Um uns herum machten die Leute sich über das Restaurant und den schlechten Service lustig. Und ja, es war ziemlich schlecht. Aber es war auch ziemlich offensichtlich, dass es einfach zu wenig Personal gab, nicht die Bedienung Schuld hatte.

An einer Stelle musste der Kellner 12 Tische und die Bar gleichzeitig bedienen. Mehr als jeder hätte meistern können! Wie ich also da saß und ihn dabei beobachtete, wie er hin und her rannte und sich immer wieder für die Wartezeit entschuldigte, sagte ich zu Steven: "Wow, das waren einmal wir. Tische bedienen." Es fehlt mir absolut nicht und ich habe den Job auch nie sehr gemocht. Ich habe ihn wegen des Trinkgelds gemacht. Steven und ich waren uns darüber einig, dass es sich ziemlich gut anfühlen würde, wenn wir dem Kellner den Abend retten würden, denn er würde kaum bis gar kein Trinkgeld bekommen, aufgrund des langsamen Services.

Wir gingen, bevor er das hier gesehen hatte und ich poste das nicht, um von euch dafür auf die Schulter geklopft zu werden. Ich teile das nur, um euch daran zu erinnern, dass ihr euch immer die Gesamtsituation anschauen solltet, bevor ihr ein Urteil fällt. Und denkt immer, immer, immer daran, woher ihr kommt.

Fast zwei Millionen Menschen stimmten Makenzie und ihrem Mann zu, über 250.000 Nutzer teilten den Beitrag. Und ganz ehrlich, ein bisschen hat er uns auch die Augen geöffnet. Wie oft ist ein Restaurant bis auf den letzten Platz gefüllt und die Anzahl der Bedienungen augenscheinlich zu gering. Oft rennen Kellner und Kellnerinnen von einem Tisch zum nächsten, nehmen Bestellungen wie am Fließband auf und bleiben dabei freundlich (Ausnahmen gibt es immer). Und oft wissen wir das nicht zu schätzen.

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von Anne Walkowiak