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"Downsyndrom ist das Beste, was mir je passiert ist" - so emotional verteidigt ein Vater seinen Sohn

von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 11. März 2016

Als Robb Scott hört, wie ein Vater über das Downsyndrom spricht, ist er tief erschüttert. Denn für ihn bedeutet es so viel Glück...

Robb Scott ist Vater von zwei Söhnen. ​Sein jüngster Sohn Turner hat das Downsyndrom. Für Scott ist dies "das Beste, was ihm im Leben passiert ist." Deshalb ist der Kanadier entsetzt, als er in einem Laden mitbekommt, wie ein Vater seinem Sohn erklärt, dass das Downsyndrom eine "Krankheit sei, bei der man nichts weiß".

Als Antwort für diesen Vater und alle anderen Menschen, die glauben, dass das Downsyndrom etwas Schlechtes sei, nimmt Scott ein Video auf. Denn er ist nicht nur entsetzt darüber, dass der andere Vater das Downsyndrom als "Krankheit, bei der man nichts weiß", beschreibt, sondern besonders darüber, dass er vor Schock nichts zur Verteidigung seines Sohnes - oder anderer Menschen mit Downsyndrom - sagen konnte.

​Scott fühlt sich miserabel. Er hat das Gefühl, seinen Sohn im Stich gelassen zu haben. Deshalb nimmt er noch vor dem Laden eine Botschaft in seinem Auto auf, in welcher er sagt: "Ich möchte öffentlich wieder gut machen, was da eben passiert ist. Ich bin nicht der Typ, der einfach auf Leute zugeht und sich einmischt, aber ich hörte die Stimme in meinem Kopf, die mir sagte, 'Sag ihnen, was es ist'. Aber das habe ich nicht gemacht. Ich habe dafür gesorgt, dass diese Ignoranz in einer anderen Generation weiter wachsen kann, und habe dadurch meinen Sohn im Stich gelassen. Und weil ich bei ihm in diesem Moment versagt habe, muss ich es jetzt wieder gut machen."

Tief bewegt beschreibt Scott in dem Video, dass das Downsyndrom buchstäblich das Beste sei, was ihm in seinem Leben passiert sei. Er beschreibt seinen Sohn als "lustig, brillant, erstaunlich, witzig, gütig, liebenswert und kuschelig" und ist fest davon überzeugt, dass "Menschen mit Downsyndrom großartige Lehrer sind."

Scott sieht im Downsyndrom weder eine Krankheit, noch eine Behinderung. "Nur weil du langsamer liest, oder nicht so schnell laufen kannst, heißt für mich nicht, dass du eine Behinderung hast", so der Vater. "Das habe ich von Turner gelernt. Behinderungen sind eine Sache der Wahrnehmung."

​Und Scott glaubt genau deshalb, dass man von Menschen mit Downsyndrom eine ganze Menge lernen kann. "Ich glaube, Menschen sind Lehrer und Lerner - wir sind beides. Wir haben die Möglichkeit etwas zu lehren und wir sind hier, um Dinge zu lernen. Und ein gut gebildeter Mann kann nicht besser lehren als mein Sohn. Er kann andere Dinge lehren, aber er hat nicht mehr zu lehren. Sein Wissen ist nicht wertvoller."

Für Scott ist sein Sohn Turner ein großes Glück. Aber auch ein Glück, das er beschützen möchte. Deshalb ist er so erschüttert über seine fehlende Reaktion in dem Laden. Es geht dem Vater darum, Menschen weiter über das Downsyndrom aufzuklären, ihnen deutlich zu machen, dass es eben keine Behinderung oder Einschränkung ist. Ganz im Gegenteil ist es etwas, dass uns andere Dinge zeigt und eine andere Sichtweisen auf das Leben eröffnet. Etwas, worüber man sich glücklich schätzen kann.

Scotts bewegendes Statement in ganzer Länge findet ihr hier.

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