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Sie stellte diese ehrlichen Bilder von sich ins Netz. Mit diesen Reaktionen hätte sie nie gerechnet

Anne Walkowiak
von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 19. März 2015
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Joanna Venditti ist Bloggerin. Als sie über ihre Zwillingsschwangerschaft schreibt, gehen ihre Geschichte und die Bilder plötzlich um die Welt! Heute ist sie stolzer auf sich und ihren Körper als jemals zuvor.

Frauen in aller Welt sind besessen von ihrem Körper, ihrer Figur, ihrem Aussehen. Sie geißeln sich regelrecht und eifern einem Schönheitsideal nach, wie es ihnen in Werbung und Film präsentiert wird. Alle wollen immer nur schlanker, schöner und jünger aussehen.​ Auch Joanna Venditti kämpfte ihr Leben lang darum, die perfekte Figur zu haben. Aber erst heute, drei Schwangerschaften und vier Kinder später, hat sie begriffen, wie verantwortungslos und grauenhaft sie ihren Körper behandelt hat und worauf sie wirklich stolz sein kann.

Joanna Venditti ist heute zufrieden mit ihrem Körper. Vor allem deshalb, weil er bereits Großes geleistet hat. In den letzten fünf Jahren, so schreibt sie selbst in ihrem Blog 'Nesting Story' hat er drei Schwangerschaften und vier Kinder überstanden. Aber erst die Erfahrungen ihrer letzten Schwangerschaft mit Zwillingen und wie ihr Körper nach dieser Anstrengung aussah, hat ihr wirklich die Augen geöffnet.

​Nach ihren ersten beiden Schwangerschaften, so schreibt Venditti, hat sie jedes Schwangerschaftspfund innerhalb kürzester Zeit verloren. Allerdings fühlte sie sich dazu gedrängt. Nicht, dass ihr Mann das von ihr gefordert hätte, ihre Umwelt war es, die ihr immer und auch nach den Schwangerschaften das Gefühl gab, sie müsse möglichst schnell wieder möglichst dünn werden. Als sie erfuhr, dass sie nun Zwillinge bekommen sollte, ahnte sie, dass sie wirklich rund werden würde und hatte Angst davor.

Um sich dennoch nicht verrückt zu machen, beschloss Joanna, ihren Körper von nun an als eine Art Gefäß zu betrachten. Und das hat nun mal den Zweck, ihre Kinder sicher zur Welt zu bringen. Es half ihr. Besonders dann, wenn sie wieder anfangen wollte, sich wegen ihres enorm gewachsenen Umfangs verrückt zu machen.

Doch irgendwann, so schreibt sie, waren ihre Zwillinge da und ihr Körper erschien ihr abgenutzt und zerstört, beinah wie ein Schlachtfeld. Sie fühlte sich schlecht und traurig, wenn sie an ihren Körper dachte. Aber auch sehr glücklich, wenn sie daran dachte, was ihr Körper mit der Geburt ihrer Zwillinge geleistet hatte. Und da traf sie DIE Entscheidung: Von nun an wollte sie nett sein zu ihrem Körper. Gesundes Essen, aber nicht zu streng und keinen Stress. Joanna beschloss, es locker angehen zu lassen und wirklich auf sich zu hören. Von nun an setzt sie sich einfachere Ziele, die einzig und allein ihre Ziele sind und niemand anderem gefallen müssen.

Und Joanna schreibt darüber. Sie schreibt darüber, wie sie sich gefühlt hat, nach der Geburt, Wie unzufrieden sie war und welch irre Gedanken sie hatte. Aber auch, welche Erkenntnis sie erlangt hat. Und sie zeigt Bilder. Bilder ihres Körpers, der so viel geleistet hat. Der eben nicht perfekt aussieht, aber dennoch perfekt zu ihr passt.

"Jetzt habe ich's verstanden", schreibt Joanna. "Ich bin die Dreißig-irgendwas-Mutter, die jetzt vier Kinder hat und darauf bin ich wirklich stolz. Ich bin so viel zufriedener mit meinem Körper, als ich es jemals zuvor war. Jedes Mal, wenn ich meine neuen Kurven in Frage stelle oder meine Narben ansehe, schaue ich mich im Raum um und frage mich, wie viele der anderen Leute in diesem Raum haben zwei Menschen gleichzeitig in ihrem Bauch wachsen gehabt?"

Joannas Geschichte ist wirklich inspirierend und die Reaktionen auf ihren Post waren wirklich überwältigend positiv. Und eines sollten wir uns alle von Joanna abgucken: Unsere Körper bringen neues Leben zur Welt, über Wochen und Monate tragen wir Leben in uns, schützen es und ernähren es. Und wenn unser Körper danach nicht aussieht wie der eines Supermodels, dann ist das eben so. Wenn der Bauch danach ein wenig runder ist, dann ist das eben so. Und wenn die Hüfte danach ein wenig breiter ist, na, dann ist das eben so. Es sollte uns, ob nun mit oder ohne Kind, doch völlig egal sein, wie anderen Menschen unser Körper gefällt. Wir müssen darin leben und damit zufrieden sein. Amen!

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