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Vorher-Nachher-Foto mal anders: Diese Mutter feiert ihren Körper nach der Schwangerschaft

von Maike Schwinum Veröffentlicht am 6. September 2016

"Ich möchte dünn sein. Aber als ich es war, war ich nicht glücklich, verdammt nochmal."

Laura Mazza aus Australien ist eine zweifache Mama und Bloggerin. Auf ihrem Blog 'The Mum on the Run' teilte sie kürzlich ein Vorher-Nachher-Bild, das zwei sehr unterschiedliche Körper zeigt - aber nicht etwa so, wie man es sich jetzt vielleicht vorstellt. Auf dem ersten Bild sieht man Laura bevor sie Kinder hatte, schlank und augenscheinlich fit. Auf dem rechten sieht man sie nachdem sie zwei Kinder auf die Welt gebracht hat.

Doch wenn ihr jetzt glaubt, dass diese Mutter die Bilder geteilt hat, weil sie sich nach ihrem Körper vor den Schwangerschaften sehnt, habt ihr weit gefehlt. Viel mehr möchte Laura aufzeigen, dass ein flacher Bauch eben nicht immer glücklich macht.

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Nein, dies ist kein Vorher-Nachher-Abnehmbild. Aber dies ist eine Erfolgsgeschichte. (...)

Links - das war mein Körper vor den Kindern.

Keine Dehnungsstreifen oder Narben. Ein hoher Bauchnabel. Ein flacher Bauch. Ich machte damals ständig eine Diät. (...)

Ich aß keine Kohlenhydrate und kaum Gemüse. Nur Fleisch. Aber ich liebte es, denn ich verlor schnell Gewicht, und je mehr Knochen hervorschauten, desto mehr schätzte ich mich. Am Ende hasste ich Fleisch und hatte ständig Sodbrennen. (...)

Ich erinnere mich noch, wie Leute mich fragten, was mein Fitness-Plan sei. Sie bewunderten mich. Ich bewunderte mich! Ich kleidete mich ganz neu ein. Ich war so stolz. Ich führte meinen Körper vor.

Rechts bin ich heute. Dehnungsstreifen. Ein hängender Bauchnabel. Fülliger, kaum Knochen, die hervorschauen, aber mehr Dellen, die Cellulite darstellen. Menschen wollen dieses Bild nicht sehen. Plötzlich ist es nicht mehr okay. Es ist nicht mehr ansehnlich. Es ist kein Körper, der bewundert wird.

Dieser Körper ist kein Ergebnis von Fleisch. Er ist das Ergebnis davon, alles zu essen. Obst, Gemüse, Kohlenhydrate; Nudeln, Reis, Kuchen, Schokolade. (...)

Die Narben und Dehnungsstreifen und der speckige Bauch sind da, weil ich Menschen erschaffen habe. Ich aß ein bisschen mehr Kuchen, trank ein bisschen mehr Wein. Ich backte um 21 Uhr Mug-Cakes und kuschelte mit meinem Mann auf der Couch. Aber aus irgendeinem Grund liebte ich diesen Körper nicht. Das ist traurig.

Dieser Körper hat keine sexy Unterwäsche oder neue Kleidung verdient. Manchmal wollte ich nicht einmal Schwangerschaftsfotos machen, weil ich mich dafür schämte, wie riesig ich aussah. Ich bewunderte diesen Körper nicht.

Ich hatte das Gefühl, die Menschen würden mich dazu zwingen, meinen Körper zu lieben. "Du hast nur den einen." Tja, das ist mir egal. Ich möchte dünn sein. Aber als ich es war, war ich nicht glücklich, verdammt nochmal. Und ich war ganz sicher nicht gesund.

Aber wisst ihr was? Ich habe mit diesem Körper mehr geschafft, als mit meinem alten Körper. Ich habe mehr gutes Essen gegessen. Ich habe mehr geliebt, mehr gegeben, mehr erlebt. Ich habe Leben geschaffen. Dieser Körper, DIESER Körper sollte gefeiert und bewundert werden.

Ich sollte mich selbst bewundern. Ich sollte mich selbst lieben.

Ich verstehe es jetzt. Warum wir alle Körperformen feiern sollten. Alle Körperformen und alle Geschichten, die damit einhergehen. Und vor allem sollten die Menschen gefeiert werden. Gesunde Körper sollten gefeiert werden. Gesundheit sollte das sein, wonach wir streben. Gesunde Mentalitäten, gesunde Wege, und ganz egal, wie sich das auf unseren Körpern reflektiert, wir sollten es bewundern. (...)

Egal, wie dein Körper aussieht, ob du Größe 34 oder 54 trägst - du hast es verdient, das zu feiern. Mit sexy Unterwäsche UND neuer Kleidung.

Also liebe deinen Körper, weil du wirklich nur einen hast!

Laura erinnert uns mit ihrem Beitrag daran, dass unsere Körper sich immer wieder verändern werden. Und dass wir daran arbeiten müssen, sie in jeder Phase unseres Lebens zu lieben. Selbst wenn wir gerade dabei sind, gesünder zu werden oder abzunehmen, sollten wir diesen Zustand trotzdem schätzen und würdigen.

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Robyn Lawley © Instagram / Robyn Lawley
von Maike Schwinum