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Wie diese Kinder verängstigten Tierheim-Hunden helfen, ist wirklich einmalig

von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 24. Februar 2016

Diese Idee finden wir wirklich innovativ. Und es wäre so einfach, das auf viele weitere Tierheime auszuweiten.

So gern man jedes Tier aus dem Tierheim retten möchte, es ist einfach nicht möglich. Nichtsdestotrotz gibt es Möglichkeiten, sich an dem Wohlbefinden der Vierbeiner zu beteiligen. Patenschaften, Futter- und Geld-Spenden oder einfach ein bisschen der eigenen Zeit. Denn was diese Tiere neben einem Dach über dem Kopf und ausreichend Versorgung noch brauchen, ist Liebe, Nähe und Zuneigung.

​Das Humane Society of Missouri Tierheim in den USA hatte eine großartige Idee, um besonders den Hunden der Einrichtung dabei zu helfen, ein neues zu Hause zu finden, die bisher schwer zu vermitteln waren. Das 'Shelter Buddies Reading Program' (zu deutsch: "Tierheim-Kumpel Lese-Programm") soll dabei helfen, die schüchternen und ängstlichen Hunde wieder an Menschen zu gewöhnen und ihnen neues Vertrauen zu schenken.

Und die Idee ist wirklich ganz simpel: Sie bringen Kindern bei, Hunden vorzulesen und das soll den Hunden helfen, sich auf ihr neues Zuhause vorzubereiten. Gleichzeitig lernen die Kinder noch eine riesen Portion Empathie. "Wir wollen unseren schüchternen und ängstlichen Hunden helfen, ohne ihnen eine körperliche Interaktion aufzuzwingen, und sehen, wie sie sich entwickeln", so der Direktor des Heims. "Wir haben es zum ersten Mal letztes Weihnachten probiert und mittlerweile machen wir dieses Programm einmal im Monat."

Die Nachfrage der Kinder ist riesig. Im Alter zwischen 6 und 15 Jahren können die Jungen und Mädchen sich bewerben. Anschließend lernen sie etwas über die Körpersprache der Hunde, um zu verstehen, ob diese gerade gestresst oder ängstlich sind. Und schließlich setzen sie sich einfach vor den Zwinger und lesen den Hunden vor, was ihnen beliebt.

Zeigen die Hunde schließlich Interesse am Kind, dann werden sie mit einem kleinen Leckerli belohnt. So lernen sie, dass dieses Verhalten erwünscht ist. Denn wenn die Hunde sich auch bei potentiellen Herrchen vorn am Gitter zeigen und auf jemanden zugehen, steigen ihre Chancen, adoptiert zu werden enorm - so erklärt es der Leiter des Tierheims. Und auch übermäßig aktive Hunde würden von dem Programm profitieren. Sie würden ruhiger werden, während sie dem Kind zuhören.

Aber auch den Kindern kommt dieses Programm zu Gute. Zum einen stärken sie ihr Mitgefühl für die Tiere und zum anderen üben besonders junge Kinder das Lesen. Sie sitzen ruhig vor dem Zwinger und konzentrieren sich nur auf diese eine Sache.

Ein kurzes Video zu dem Programm findet ihr hier:

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Wir finden, ein Programm, bei dem man Hunden vorliest, damit sie Gesellschaft haben und Vertrauen gewinnen, ist eine großartige Idee. Davon möchten wir gerne noch mehr hören.

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