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Noch einmal Santa Claus treffen - Fünfjähriger stirbt in den Armen des Weihnachtsmannes

von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 13. Dezember 2016

"Ich dachte, ich würde daran zerbrechen und diese Rolle nie wieder spielen."

Als Weihnachtsmann-Darsteller Eric Schmitt-Matzen vor ein paar Wochen angerufen wird, um einen sehr kranken Jungen im Krankenhaus zu besuchen, ahnt er nicht, welch großen Einfluss dieser Besuch auf sein Leben haben wird.

​Eric ist seit vielen Jahren der Weihnachtsmann. Sein weißer Bart ist echt, der runde Bauch wohl geformt und seine Begeisterung für den Job als Santa Claus grenzenlos. Jedes Jahr bringt er bei rund 80 Auftritten Spaß und Freude zu Groß und Klein und er bringt seine Ehefrau als Mrs. Claus gleich mit. Er spielt nicht nur den Weihnachtsmann, er ist der Weihnachtsmann, mit Leib und Seele.

Doch nachdem der 60-Jährige vor ein paar Wochen diesen einen Anruf bekommt und diesen einen Besuch im Krankenhaus macht, zweifelt er an seiner Berufung und allem, was er bisher als Weihnachtsmann erleben durfte.

"Ich war gerade von der Arbeit nach Hause gekommen, als mein Telefon klingelte", erzählt Eric im Interview mit knoxnews.com. "Es war eine Krankenschwester, die ich kenne. Sie sagte, da sei dieser sehr kranke 5-jährige Junge, der gerne Santa Claus treffen wolle. Ich sagte ihr, 'OK, ich ziehe mich schnell um, dann komme ich'. Woraufhin sie erwiderte, 'Dafür ist keine Zeit. Deine Weihnachtsmann-Hosenträger reichen völlig aus. Komm bitte jetzt'."

Also machte sich Eric auf den Weg, ein wenig unsicher, was ihn da erwarten würde. Nur 15 Minuten später erreichte er das Krankenhaus und lernte die Mutter und andere Familienmitglieder des Jungen kennen. Er erkannte den Ernst der Lage unmittelbar und bat die Familie deshalb, ihn nur mit in das Zimmer des Jungen zu begleiten, wenn sie nicht weinen müssten. Denn ansonsten, so Eric, "wenn ich euch weinen sehe, breche ich zusammen und kann meinen Job nicht machen."

Eric betrat das Zimmer des Jungen allein. In einem Video erinnert er sich an den Moment, als er das Zimmer betrat und die Unterhaltung zwischen ​ihm und dem kleinen Jungen.

"Als ich das Zimmer betrat, lag er da, so schwach, dass es aussah als würde er gleich einschlafen. Ich setzte mich auf sein Bett und fragte, 'Was habe ich da gehört, du wirst dieses Jahr Weihnachten verpassen? Aber du kannst Weihnachten nicht verpassen, denn DU bist mein Nummer eins Elf."

Er schaute mich an und sagte, 'Das bin ich?'

Ich sagte, 'Aber klar.'

Ich gab ihm sein Geschenk, aber er war so schwach, dass er es kaum aufmachen konnte. Als er sah, was darin war, huschte ein riesen Grinsen über sein Gesicht und er legte sich wieder hin.

'Sie sagen, ich werde sterben', erzählte er mir. 'Woher weiß ich denn, wann ich da bin, wo ich hin soll?'

Ich sagte, 'Kannst du mir einen Gefallen tun?'

Er sagte, 'Aber klar!'

'Wenn du da oben ankommst, sag ihnen, dass du der Nummer eins Elf vom Weihnachtsmann bist und ich weiß, dass sie dich dann sofort rein lassen.'

Er sagte, 'Das machen sie?'

Ich sagte, 'Klar.'

​Dann setzte er sich auf, gab mir eine feste Umarmung und stellte mir noch eine Frage: 'Santa, kannst du mir helfen?'

Ich schlang meine Arme um ihn. Und noch bevor ich etwas sagen konnte, schlief er für immer ein. Ich verharrte in der Position und umarmte ihn einfach weiter und hielt an ihm fest.

Eric war überwältigt von der Situation. Die Mutter des Jungen betrat weinend und schreiend das Zimmer. "Nein, nein, nein, nicht jetzt", war alles, was sie sagen konnte, so Eric. Er verließ das Krankenhaus so schnell er konnte. "Ich habe den gesamten Weg nach Hause geweint. Ich war ein Wrack. Es dauerte ein oder zwei Wochen bevor ich aufhören konnte, ständig darüber nachzudenken. Ich dachte sogar, dass ich daran zerbrechen würde und nie wieder der Weihnachtsmann sein könnte."

Doch Eric brachte die Kraft auf, noch eine Show zu machen. "Als ich all diese Kinder gesehen habe und wie sie lachten, half mir das sehr. Es machte mir noch mal bewusst, dass ich diese Rolle spielen muss. Für mich und für sie."

von Anne Walkowiak