Home / Buzz / Beliebt im Netz / Weinende Kinder im Urlaubsflieger? Diese Mutter erklärt, was WIRKLICH hilft

© iStock
Buzz

Weinende Kinder im Urlaubsflieger? Diese Mutter erklärt, was WIRKLICH hilft

von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 2. August 2017
102 mal geteilt

Mit den fiesen Meckereien und Sticheleien sollte von nun an ein und für alle Mal Schluss sein.

Wir kennen alle den Moment, in welchem wir uns in einen Flieger setzen, auf einen entspannten Flug hoffen und dann ein weinendes Kind hören. Oder aber, wir sind die Eltern des weinenden Kindes und hoffen, dass niemand der Mitreisenden die Fassung verliert und uns zusätzlich zum weinenden Kind noch dumm von der Seite anmacht.

Kesha Bernard ist selbst Mutter zweier kleiner Kinder und weiß, welchen Stress die Tränen des Nachwuchses bei einem anrichten können. Als sie also kürzlich alleine im Flieger unterwegs ist und Zeugin wird, wie eine Mutter sich mit gleich zwei weinenden Kindern durch den Flug kämpft, entscheidet sie etwas zu tun. In einem Facebook-Post erklärt sie, was genau passiert ist:

Loading...

Hier bin ich also, im Urlaub ohne meine Kinder (die ich über den Tod hinaus liebe, aber von denen ich manchmal einfach Urlaub brauche) und fliege mit einem Säugling auf meinem Schoß. Warum? Weil ich ein anständiger Mensch bin.

Passt auf: Es braucht ein ganzes Dorf um eine Kind groß zu ziehen, richtig? Und als Mutter von 3- und 4-jährigen Kindern weiß ich das. Und außerdem können sie manchmal A***löcher sein. Lasst mich also kurz erklären, was passiert ist.

Ignoranz der anderen Passagiere

In ihrem morgendlichen Flieger um 5:45 Uhr in Seattle - so erzählt es Kesha in ihrem Post - sitzt auch eine Mutter allein mit drei Kindern, zwei von ihnen weinen (der Abflug verzögert sich, weil das Flugzeug Übergewicht hat). Die Passagiere um die Mutter herum stören sich offensichtlich enorm an dem Weinen und äußern das zum Teil mehr als deutlich. Das Flugpersonal beobachtet die Situation nur, greift aber zu keinem Zeitpunkt ein.

Entsetzt von der Herzlosigkeit und Ignoranz der anderen Passagiere, entscheidet sich Kesha schließlich dazu, der Mutter zu helfen.

"Ich stehe also aus meinem Sitz auf, gehe ein paar Reihen nach hinten und frage sie, ob sie Hilfe braucht (denn das ist ja offensichtlich soooo schwer) und sie reicht mir direkt ihr Baby. Also nehme ich ihr Baby und muss mich dann für den Start sofort setzen... und das Weinen hört auf. Ich sitze also hier, mit dem zuckersüßen schlafenden Säugling. Und was ist die Moral meiner Geschichte?"

Wenn jemand Hilfe braucht, dann helft!

"Seid nett und denkt nach. Wenn jemand Hilfe braucht, dann bietet verdammt noch mal Hilfe an. Herumsitzen, tuscheln und meckern hilft niemandem und führt nur dazu, dass die Person in Not sich noch schlechter fühlt. [...] All diese Fluggäste sollten sich schämen. War ich wirklich die Einzige in einem vollen Flieger, die den Willen hatte zu helfen? Wie ihr einen Menschen in Not nur so ignorieren könnt, verstehe ich nicht!"

"Bitte seid nett. Seid rücksichtsvoll. Helft einander... es macht alles leichter. Und ich verspreche euch, ihr werdet nicht daran sterben!"

Also liebe Eltern und Nicht-Eltern: Ärgert euch nicht über ein weinendes Kind im Urlaubsflieger. Schaut doch viel lieber, ob ihr helfen könnt oder nehmt Hilfe an. Wer weiß, wen man dabei kennenlernt und wozu es am Ende gut ist. Eines steht danach auf jeden Fall fest: Ihr habt etwas Gutes für jemand anderen, aber eben auch für euch selbst getan!

Auch auf gofeminin: Welche Farbe hatte dein Troll? Die 60 coolsten Spielzeuge aus unserer Kindheit

von Anne Walkowiak 102 mal geteilt