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Stillen ist nicht immer einfach: Diese Mutter spricht offen und ehrlich über ihren Kampf

von Maike Schwinum Veröffentlicht am 1. Februar 2017

"Mamas brauchen all die Unterstützung, die sie kriegen können."

Immer wieder sehen wir in den sozialen Netzwerken Bilder von Mamas, die ihre Kleinen stillen und von dem Erlebnis schwärmen. Kein Wunder! Stillen ist ja auch ohne Frage ein tolles Erlebnis, was Mütter und Babys auf unvergleichliche Weise verbindet - und auch nichts wofür man sich privat oder in der Öffentlichkeit schämen müsste.

Doch nicht für alle Mütter ist Stillen ein so magisches und unbeschwertes Erlebnis. So erzählt Leah, eine frischgebackene Mama aus dem US-amerikanischen Nashville, von ihren Erfahrungen beim Stillen ihrer erst wenige Monate alten Tochter. In einem Instagram-Post spricht sie ganz offen über ihre Ängste, ihre Zweifel und die vielen Fragen, die ihr niemand beantworten kann.

Ok, I'm going to say it for us all. Breastfeeding is hard. It's really, really hard. Sometimes I can't even explain what makes it so difficult. The uncertainty, second guessing, responsibility, commitment, discomfort...just to name a few. We trusted our bodies to grow our babies for 9 months and now we have to trust our body to supply the nourishment for our babes growth & development. Talk about pressure? Breastfeeding is full of unanswered questions. You truly don't know what's going on down there. Too much? Too little? Too intense? Not enough hindmilk? Not enough time? Plugged duct? Mastitis? WTF!!! As if it wasn't hard enough?And of course the biggest way to know if you're doing well is if the baby is gaining weight...great, let me just whip out my handy dandy baby scale?..But, even with all of that. We all so desperately want to survive and push through. We so badly want to have our baby thrive. We want that relationship. We want the experience. In the end, fed is best. That's what matters. But all I know right now is that breastfeeding is hard. I am doing my very best but always have a question in the back of my mind. Always second guessing myself. Always wondering if I'm doing OKAY. I'm determined to tough it out. I want to do this. Mamas really do need all the support they can get. So mama, you're hearing it from me, you're not going crazy, it is hard, but you're doing good. Keep going!! There's a rumor going around that it gets easier? • • • #motherhoodrising #motherhood #motherhoodunplugged #postpartum #breastfeeding #ebf #fedisbest #baby #newborn #mom #mama #momlife #fitpregnancy #pregnant #pregnancy #babygirl #letthembelittle #laleche #momstrong #fitmom #mommy #daughter #ig_baby #ig_motherhood #newmom #healthypregnancy #strongmom

Ein von Leah? (@thenashvillebump) gepostetes Foto am 24. Jan 2017 um 12:05 Uhr

Okay, ich sage das jetzt mal für uns alle: Stillen ist hart. Es ist wirklich, wirklich hart. Manchmal kann ich nicht einmal erklären, warum es so schwierig ist. Die Unsicherheit, das Zweifeln, die Verantwortung, die Verpflichtung, das Unwohlsein... um nur ein paar Dinge zu nennen.

Wir haben darauf vertraut, dass unsere Körper 9 Monate lang ein Baby wachsen lassen, und nun müssen wir darauf vertrauen, dass er die Nahrung für das Wachstum und die Entwicklung unseres Babys liefert. Das nenne ich mal "unter Druck setzen".

Stillen ist voller unbeantworteter Fragen. Du weißt wirklich nicht, was da unten los ist. Zu viel? Zu wenig? Zu intensiv? Nicht genug Nachmilch? Nicht genug Zeit? Milchstau? Mastitis? Was zur Hölle?! Als wäre das nicht alles schon schwer genug.

Und natürlich kannst du nur wissen, ob du alles richtig machst, wenn dein Baby an Gewicht zunimmt. Na toll, ich hol mal schnell eine praktische Baby-Waage. Aber selbst mit all dem... wir tun alles dafür, um zu überleben und es zu schaffen.

​​Wir wollen nichts mehr, als dass unser Baby aufblüht. Wir wollen diese Beziehung. Wir wollen dieses Erlebnis. Am Ende zählt, dass es gut ernährt ist. Das ist alles, was zählt.

Aber gerade weiß ich nur, dass Stillen hart ist. Ich tue mein Allerbestes, aber ich habe immer eine Frage im Hinterkopf. Ich zweifele immer an mir selbst. Ich frage mich ständig, ob ich mich gut anstelle. Ich bin entschlossen, es zu schaffen. Ich will das tun. Mamas brauchen all die Unterstützung, die sie kriegen können.

Also Mama, jetzt hörst du es mal von mir: Du wirst nicht verrückt. Es ist hart, aber du machst das toll. Mach weiter! Es gibt da so ein Gerücht, dass es leichter werden wird...

Im Gespräch mit der 'Huffington Post' erzählt Leah, dass sie lange Zeit unter Selbstzweifeln während des Stillens litt, bis sie feststellte, dass es vielen ihrer befreundeten Mütter ähnlich ging. Doch es schien, dass niemand darüber sprechen wollte.

​"Ich sah so viele Bilder von Müttern, die wohlig ihre Babys stillen, dass ich nicht realisierte, dass es nicht immer so ist", erklärt die Mutter. "Es schien so einfach und natürlich für sie, aber selbst einfache und natürliche Dinge können ein Lernprozess sein für manche Menschen."

"Es braucht mehr als nur eine Brust, um ein Baby zu stillen", sagt Leah weiter. "Es braucht Zeit, Geduld, Unterstützung, die richtige Ernährung, Selbstvertrauen und manchmal professionelle Hilfe, um Schwierigkeiten beim Stillen zu überwinden."

Natürlich hat Leah ebenso Verständnis für Mütter, die sich ganz gegen das Stillen entscheiden - ob freiwillig oder unfreiwillig. "Mütter wissen, was die beste Entscheidung für sich, ihr Baby und ihre Familie ist", so die Amerikanerin. "Mütter, die sich fürs Abpumpen, fürs Fläschchen, für Nahrungsergänzungsmittel, für Muttermilchersatz oder fürs Stillen entscheiden - sie alle brauchen Unterstützung."

Wenn ihr noch mehr von Leah und ihren Erlebnissen als Mutter lesen wollt, schaut doch auf ihrer Instagram-Seite vorbei.

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von Maike Schwinum