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So gefährlich ist Wegschauen und Schweigen: Bei diesem Video läuft es uns kalt den Rücken runter

von Maike Schwinum Veröffentlicht am 23. März 2015

Bei sexueller Belästigung und Gewalt dürfen wir nicht einfach wegschauen. Diese Kampagne rüttelt auf.

Wenn es darum geht, sexuelle Übergriffe zu verhindern, dann ist es wichtig, die Menschen aufzuklären. Sie müssen wissen, wie sie es verhindern können, zum Opfer zu werden, oder wie sie sich als Opfer verhalten sollten. Doch wer vor allem aufgeklärt werden sollte, sind die Menschen, die Zeugen solcher Übergriffe werden. Es darf nämlich nicht weggeschaut oder geschwiegen werden.

Den meisten von uns sollte das eigentlich klar sein. Doch eine kanadische Kampagne zeigt uns mit einem neuen Video, dass es Menschen noch immer in vielen Situationen schwer fällt, die richtige Entscheidung zu treffen.

In dem Video wird der Zuschauer in die Lage eines Beobachters versetzt. Aus der Ich-Perspektive sieht er mit an, wie ein betrunkenes Mädchen auf einer Party ausgenutzt wird, die Kollegin im Büro von einem Mitarbeiter begrapscht wird, Bilder eines jungen Mädchens an ihren Freund schamlos verbreitet werden und die unachtsame Frau an der Bar etwas in ihren Drink gemischt bekommt.

Jedes Mal wird deutlich, dass der "Beobachter" nicht eingreift - und die Täter bedanken sich dafür: "Danke, dass du den Mund hältst", "Danke, dass du dich nicht einmischst" oder "Danke, dass du niemandem Bescheid sagst." Die Message des Videos ist deutlich: Mit unserer Unsicherheit, unserem Schweigen und unserem Wegschauen helfen wir genau den Falschen - nämlich den Tätern. Wenn wir jedoch eingreifen, uns zu Wort melden oder dazwischen gehen, dann helfen wir dem Opfer.​

​Unter dem Hashtag "#WhoWillYouHelp" (auf Deutsch: Wem wirst du helfen?) verbreitet die Kampagne derzeit ihr Video im Netz.

Schaut euch die bewegende Kampagne hier an:

Wir unterstützen die Message dieser Kampagne. Wer Zeuge ist, muss auch Zivilcourage beweisen und das Richtige tun.

von Maike Schwinum